die Gegner des Braunkohletagebaus und der Hambacher Forst

Klimacamps, Kohleausstieg, die Gegner des Braunkohletagebaus rüsten auf mit großen Transparenten an den Häuserwänden. Klar, den Gegnern des Braunkohle-Tagebaus gilt meine Sympathie. Nur schwer kann ich mir vorstellen, was die Menschen in Dörfern wie Immerath, Keyenberg, Borschemich oder Otzenrath, die umgesiedelt werden mussten, mitmachen mussten. „Damit wir Beschützer der Welt sind und nicht Räuber“ diesen Slogan verstehe ich vollumfänglich. Ich habe volles Verständnis dafür, dass der Hambacher Forst als Symbol des Widerstandes gegen die Braunkohle besetzt wird. Ich bin sogar der Auffassung, dass unsere Demokratie von solchen Bewegungen lebt. Damit die Verantwortlichen in der Politik gezwungen werden, den Willen des Volkes zu respektieren und ihre Strategien zu überdenken, ob diese in der angedachten Form in sich stimmig sind. Klimakiller Braunkohle: sicherlich ist das Argument richtig, dass der CO2-Ausstoß bei Kohle-, insbesondere Braunkohlekraftwerken besorgniserregend ist. Also Ausstieg aus Kohle und Braunkohle, um die Klimaziele der Weltklimakonferenz zu erreichen. All diesen Widerstand und zivilen Ungehorsam darf man allerdings nicht singulär und isoliert voneinander begreifen, denn der Widerstand regt sich an allen Fronten des Energiekonzeptes. Atomkraft ? Nein danke, der Ausstieg aus der Kernenergie ist längst beschlossene Sache. Windkraft ? Windräder verschanden das Landschaftsbild. Hochspannungsleitungen ? Die sollen bitte in die Erde eingegraben werden. Neue Hochgeschwindigkeitsleitungen über der Erde sollen einen Bogen um Bayern machen und anstatt dessen über Baden-Württemberg verlaufen.

Pumpspeicherseen zur Speicherung der Windenergie will auch niemand, weil die Eingriffe in Landschaft und Natur zu gravierend sind. Bioäthanol ? Wenn er aus der Palmölgewinnung stammt, dann soll er am besten in Brasilien oder sonstwo bleiben, wo er hergestellt wird. Solarenergie ? Solarzellen auf Gebäuden mögen Potenziale in sich bergen, aber nicht jeder Hausbesitzer kann sich so etwas leisten. Erdwärme ? Neue Technologien wie die Erdwärme haben abschreckende Beispiele geliefert, dass in Häusern Risse entstanden sind. Stromgewinnung ja, aber bitte nicht vor der eigenen Haustüre. Als einzige Antwort, wo der Strom denn nun herkommen soll, dürfte all den Gegnern, die die Stromproduktion vor der eigenen Haustüre ablehnen, die platte Antwort übrig bleiben: aus der Steckdose. In dieser Gemengelage eine vernünftige Energiepolitik zu gestalten, die allen Bedürfnissen gerecht wird, gehört zu den Herausforderungen unserer Zeit. Wunsch und Wirklichkeit dürften weit auseinander liegen. Glaubt man den Besetzern des Hambacher Forstes, wollen alle den raschen Ausstieg aus der Braunkohle. Aber damit der Strom weiterhin in der Zukunft aus der Steckdose kommt, benötigen wir moderne, leistungsstarke, zuverlässige Stromnetze – zu bezahlbaren Preisen. Und niemand wird eine Lösung haben wollen, dass wir über die Hintertüre günstigen Strom aus Kernkraftwerken aus unseren Nachbarländern importieren. Es liegt in den Händen der Verantwortlichen, abzuwägen. Wie kann ein vernünftiger Energiemix in der Zukunft aussehen. Welche Einzelinteressen sind zu berücksichtigen. Und wie kann eine Lösung im Sinne des Gemeinwohls über all diese Einzelinteressen gestellt werden.

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