Tagebuch August 2017

1. August 2017

Nachdem das Unwetter vom 19. Juli unsere Eberesche während unseres Urlaubs mit all seinen Urgewalten der Natur entwurzelt und zu Boden gerissen hat, scheint sich auf versicherungs-technischer Ebene einiges zu klären. Kleine, aber auch dicke, mit der Handsäge durchsägbare Äste und Stämme haben wir entfernt und auf unser Grundstück auf zwei Haufen geschafft. Wenn unsere, an der Wurzel etwa einen Meter dicke Eberesche, eine andere Fallrichtung gewählt hätte, hätte es schlimmer kommen können, da sie auf Gebäudeteile hätte fallen können. So dürfte der Schaden überschaubar sein: zwei Zäune sind eingeknickt, eine Gartenliege zerstört worden, ebenso ein kleinerer Nussbaum, einen Hibiscusstrauch, von einem Apfelbaum sind zwei dicke Äste abgerissen worden. Unser Versicherer hat uns heute erklärt, dass die versicherungs-technische Abwicklung eigentlich unkompliziert sein sollte. Weil höhere Gewalt durch das Unwetter, gibt es keine Haftung oder Verursachung. Die Wohngebäudeversicherungen der Nachbarn übernehmen die Schäden auf deren Nachbargrundstücken – inklusive des Abtransportes der entwurzelten Eberesche. Die Schadensmeldung an deren Wohngebäudeversicherungen werden allerdings stark zeitverzögert geschehen, da nun die beiden betroffenen Nachbarn im Urlaub verweilen.

2. August 2017

Noch nie hatten wir eine solche Ernte, seitdem wir 2008 in unser jetziges Zuhause gezogen sind. Gurken und Zucchinis in Hülle und Fülle, so dass unsere Plastikbox überquillt. Eimerweise Tomaten, die in ihrem Geschmack die Importe, die aus den Niederlanden oder sonst wo in hiesigen Supermärkten zu kaufen sind, um Längen übertreffen. Die Buschbohnen haben wir eingefroren. Zum Mittag- und Abendessen haben wir reichlich Tomaten- und Gurkensalat gegessen. Doch unsere Ernte ist so üppig, dass wir nach neuen Wegen und neuen Rezepten Ausschau halten. Wir stoßen in neue kulinarische Dimensionen vor. Um all der Gurken aus unserem Garten Herr zu werden, haben wir gestern Abend Gurkengemüse mit Gehacktes gekocht. Heute Abend haben wir aus den Gurken, verfeinert mit Schinkenwürfeln und püriert mit Kräuterfrischkäse, eine Gurkensuppe gekocht. Köstlich.

3. August 2017

Calendula, das habe ich in unserem Urlaub in Freiburg gelernt, ist lateinisch und heißt auf Deutsch „Ringelblume“. Die Bloggerin Sonja, die ihren Aliasnamen „Calendula“ verwendet, haben wir nun in Freiburg persönlich kennen gelernt. Sonja schreibt auf ihrem Blog calendula-impressions.blogspot.de vieles über die Natur, den Schwarzwald, den Kaiserstuhl und auch über Freiburg selbst. Über ihren Blog hatte ich mich mit ihr mal mehr, mal weniger ausgetauscht. Da sie als Apothekerin die Ringelblume als Heilpflanze gegen Verdauungsbeschwerden oder Entzündungen zu schätzen weiß, hat sie ihren Blog nach ihrer lateinischen Bezeichnung „Calendula“ benannt. So verbinde ich die zahlreichen Ringelblumen in unserem Garten, die neben ein paar Tagetes stehen, mit unseren Urlaubserinnerungen an Freiburg.

4. August 2017

Unkraut jäten, eine Krankheit in dieser Jahreszeit. Die Ritzen zwischen den Gehwegplatten vor unserer Garagenzufahrt sind breit, so dass das Unkraut sich dort gut hat festsetzen können. Dementsprechend mühselig ist es, das Unkraut händisch mit einem Messer aus den Ritzen heraus zu stechen. Da dieses wie wild in dieser Jahreszeit heraus sprießt, dürfen wir uns so ungefähr alle paar Wochen mit dieser zeitraubenden Tätigkeit befassen. Wie der Zufall es wollte, war beim letzten Unkrautjäten eine Gartenbaufirma im zweistöckigen Nachbarhaus, wo Eigentumswohnungen untergebracht sind, mit genau derselben Tätigkeit befasst. Sie verwendeten allerdings einen Rasentrimmer, der im Handumdrehen das Unkraut aus den Ritzen entfernte. Geistesgegenwärtig erkannte der Gartenarbeiter, wie langsam und wie mühselig ich mit dem Messer unterwegs war. Er schnappte sich den Rasentrimmer, lenkte ihn auf unsere Garagenzufahrt, fragte mich nach meinem Einverständnis und legte ganz einfach los. Ich spendierte ein Dankeschön und ein Trinkgeld, nachdem die Zufahrt in rund zehn Minuten sauber und unkrautfrei war.

5. August 2017

Wie die eigene Vergangenheit in Schutt, Trümmern und Abriss verschwindet. Für die Grundschule in Wegberg-Klinkum, in der ich von 1965 bis 1969 Schüler war, gibt es keine Verwendung mehr. Wie in anderen Ortsteilen von Wegberg, wird die Mindestklassenstärke von 18 Schülern nicht mehr durchgängig erreicht, so dass ein Bus die Grundschüler in den einzelnen Ortsteilen einsammelt und nach Wegberg bringt. Zudem war die Stadt nicht mehr bereit, in die marode Bausubstanz zu investieren. Die Erinnerungen an meine Grundschulzeit muss ich auffrischen, an so manche Mitschüler und an meine Klassenlehrerin kann ich mich aber sehr lebhaft erinnern. Wenn die Informationen meiner Eltern stimmen, sollen an dieser Stelle nun Arztpraxen gebaut werden.

6. August 2017

Ein Bauerncafé auf einem Bauernhof in Hückelhoven. Die Atmosphäre auf dem Innenhof des Vierkantbauernhofes war etwas besonderes. Wir blickten auf Pferdeställe, wo unsere Tochter eine Runde rund um den Bauernhof reiten konnte, und auf Gemälde, die lebensgroße Portraits darstellten. Portaitiert waren die Besitzer und Freunde des Bauernhofs, und zwar in Kleidern aus der Rokokozeit. Eine ungewöhnliche und schöne Idee, so dass wir uns wie in einem Museum fühlten. Kein Pinselstrich sein gemalt worden, sondern reine Fotobearbeitung am Rechner, erklärte uns die Inhaberin. Sehr viel Arbeit habe dahinter gesteckt, mit einem Fotobearbeitungsprogramm Kleider, Gesichter und Hintergrund zusammen zu kopieren und diese dann auf dem leinwandgroßen Fotopapier in der benötigten Auflösung und Schärfe auszudrucken. In diesem Ambiente schmeckte unser Kaffee besonders.

7. August 2017

Was ist ein Holländergriff ? Woher kommt die Redensart „im Dreieck springen“ ? Wieso wurde in der brasilianischen Fußball-Liga ein Fußballspiel mit dem Ergebnis „0,5:0“ gewertet ? Diese und viele andere kluge Fragen wurden in der gestrigen Fernsehaufzeichnung in den Studios in Hürth gestellt. Bei der Rateshow von „Genial daneben“ hatte der Moderator Hugo Egon Balder das Rateteam, bestehend aus Hella von Sinnen, Wigald Boning, Lisa Feller, Luke Mockridge und Ingolf Lück zusammen gestellt. Wir haben viel gelernt und viel gelacht. Wieder einmal war die Rateshow ein Meisterwerk von improvisierter Komik, die die Lachmuskeln der Zuschauer ordentlich beanspruchte. Doppeldeutig war der Humor bei der Frage, woher das abwertende Wort „Bullen“ für Polizisten stammt. Es entstand nämlich in den Niederlanden im 19. Jahrhundert, als entgegen unserer heutigen abwertenden Wortbedeutung „Bohlen“ klug und intelligent bedeutete. In diesem Moment war Luke Mockridge vor Lachen nicht mehr zu halten, da er „Bohlen“ mit „Dieter Bohlen“ assoziierte. Die gestrige Fernsehaufzeichnung wird ab dem 8. September Freitags abends um 21.15 Uhr auf SAT1 gesendet.

8. August 2017

Nie wieder Haustürgeschäfte. Dies habe ich mir nach der Diskussion mit dem Vertriebsmitarbeiter der Firma Haus und Energie GmbH geschworen. Er hatte sich bei meiner Frau angekündigt, um uns über eine neue Haustüre zu beraten. Unsere Haustüre in einem matten ausdruckslosen Schwarz missfiel mir, seitdem wir 2008 einzogen waren. Somit war mir sein Erscheinen nicht unpassend, uns zu Haustüren zu beraten. Als er bei uns war, fragte er nach unseren Wünschen, was für eine Haustüre es genau sein solle, und er legte mit Prospekten und Mustern los. Eine Schüco Exklusiv Sicherheitstür hatte er im Gepäck, Zentralverriegelung, Türdistanzsperre, Wärmeschutzverglasung, Edelgasfüllung und mit einem individuell für uns ausgesuchten RAL 1003-signalgelben Farbton, ein hochwertiges und bestimmt auch gutes Produkt. Die Türe gefiel uns, auch der hohe Sicherheitsstandard, so dass der Vertriebsmitarbeiter seine Formulare auspackte. Meine Frau nickte zu unserem Traum einer schönen Haustüre, so dass wir unterschrieben. Die Finanzierung der 7.690 Euro konnten wir im nur im Nachgang prüfen, da wir zwar einerseits einen Bausparvertrag über einen super-günstigen Zinssatz beim BHW vorfinanziert bekamen, aber andererseits im nächsten Jahr noch eine Restschuld unseres nach zehn Jahren auslaufenden Hypothekendarlehens ablösen mussten. Dies unter den Rahmenbedingungen, dass wir unsere Tochter in Freiburg bis zum Abschluss ihres Studiums weiter unterstützten wollten. Wegen dieser Unwägbarkeiten hatte ich bereits während des Verkaufsgesprächs den Mitarbeiter auf das gesetzliche Widerrufsrecht innerhalb einer Vierzehntagesfrist angesprochen. Ja, klar, es gäbe dieses Widerrufsrecht, führte er aus. Dies solle aber nicht Zielsetzung eines Verkaufsgespräches sein. Am Tag darauf rechnete ich unsere finanzielle Situation durch und kam zu dem Ergebnis, dass die 7.690 Euro nicht finanzierbar waren. Somit rief ich ein paar Tage später bei dem Vertriebsmitarbeiter an, um unser gesetzliches Widerrufsrecht auszuüben. Ein passendes Formular dazu hatte ich bereits auf der Homepage der Firma Haus und Energie GmbH gefunden. Eine Viertelstunde lang hatte ich das Gefühl, gegen eine Wand zu reden. Jedem Argument setzte er ein Gegenargument entgegen, dass die Bestellung so bleiben müsse, wie sie ist. Er könne die Bestellung nicht mehr aus seinem IT-System heraus nehmen, da bereits Dispositionen angestoßen worden seien. Wenn uns Geld fehlen würde, dazu hatte er bereits mit einem für Finanzierungen zuständigen Kollegen gesprochen (was wir im Verkaufsgespräch auch erwähnt hatten). Der Widerruf verstoße gegen jegliche Abmachungen, die wir im Verkaufsgespräch getroffen hätten – so hatte er die Ausführung bereits auf unseren Wunsch auf Frühjahr 2018 gelegt. Ich erwähnte, dass wir uns vor einem Jahr einen gebrauchten VW Golf in einer ähnlichen Größenordnung gekauft hätten, und dass es in einer solchen Größenordnung vollkommen unüblich sei, im direkten Anschluss an das Verkaufsgespräch die Bestellung aufzunehmen. Daraufhin entgegnete er, er habe Vertrauen aufgebaut, er verkaufe ein hochwertiges und gutes Produkt und all seine Kunden seien bestens zufrieden. Zum Schluss kam ich mir vor, als würde er mit Worten und allen Emotionen, die er in die Waagschale legte, eine Festung verteidigen. Die Bestellung aufrechterhalten. Er appellierte und flehte mich an, es gäbe so viele Möglichkeiten, uns entgegen zu kommen. Bloß nicht das Widerrufsformular absenden. Auch nicht über E-Mail widerrufen. Beides habe ich inzwischen abgesendet. Bei einer anderen Firma, die über Haustürgeschäfte Haustüren und Fenster verkauft, habe ich im Internet recherchiert, dass die Provisionssätze bei rund 10% liegen. Kein schlechtes Geschäft also. Etwa 600-700 Euro an Provision dürften dem Vertriebsmitarbeiter der Firma Energie und Haus GmbH wohl durch die Lappen gegangen sein.

9. August 2017

Mal Sonne, mal Regen, mal heiß, mal kalt, der August gestaltet sich wechselhaft, wobei ich mich glücklich schätze, dass größere Hitzewellen ausbleiben. Wenn es einmal regnet, dann hat dieser August die Eigenart, dass der Regen sich auf dieses eine Mal beschränkt, allerdings in der Form des Dauerregens über den ganzen Tag. So bleibt es nicht aus, dass das Regenwasser sich sammelt in größeren Pfützen – wie am Bonner Hofgarten vor der U-Bahn-Haltestelle Universität/Markt.

10. August 2017

Die Wocheneinkäufe können ein enormes Konfliktpotenzial verbergen, insbesondere, wenn ich diese erledige – was nicht einmal so selten vorkommt. Beispiel Moussaka. Weil meine Frau arbeiten musste, war ich am Wochenende für das Kochen zuständig. Wie so oft, hatte ich keinerlei Plan. Ich sollte aber versuchen, etwas mit Zucchini zu kochen, weil diese in Hülle und Fülle in unserem Garten reiften. Früher gab es dazu ein Maggi Fix-Gericht, dass sich Moussaka nannte, das man mit Zucchinis zubereiten konnte. Weil das Maggi Fix-Moussaka-Gericht nicht mehr im Sortiment war, suchte ich nach Moussaka-Rezepten im Internet, die aber relativ häufig mit Auberginen und nicht mit Zucchinis zubereitet wurden. Als sich mein Schwager ankündigte, der stets gerne Nudelgerichte isst, plante ich um auf Nudeln ohne Zucchini. Als ich dann die Wocheneinkäufe erledigte, sah ich bei LIDL tiefgefrorene Moussaka für 2,99 Euro im Angebot. Das war Moussaka, wie ich sie aus dem Restaurant kannte, schichtenweise aus Kartoffeln, Auberginen und Eierschaum. Nichts mit Zucchini, die für meinen Geschmack auch nicht unbedingt dabei sein musste. Als meine Frau die Moussaka nach Erledigung der Einkäufe entdeckte, geriet sie in Rage. Tiefgefrorene Moussaka, eine Provokation. Es sei ihr um die Zucchini gegangen, und niemand im Hause außer mir mag Moussaka. Die Moussaka nehme Platz weg im Gefrierschrank, der zum Beispiel für einzufrierende Bohnen aus dem Garten benötigt würde. Eine lange Weile sollte es dauern, bis sich meine Frau beruhigt hatte.

11. August 2017

Nervig, an welchen Stellen sich Baustellen ausbreiten. Neulich merkte meine Frau an, dass sie stets genau dort auftreten, wo niemand sie gebrauchen kann. Sie hatte ihren Bruder zu einer Geburtstagsfeier gefahren, die Häuser in der Siedlung standen eng zusammen, eng zusammen gepfercht auch der Parkraum. Und in diese Enge hinein pflanzte sich, genau gegenüber der Hauseinfahrt, eine Baustelle. Genauso deplaziert ist an diesem Wochenende die Baustelle auf der Straßenkreuzung der Landstraße L269, von Bonn kommend, in die Provinzialstraße nach Mondorf hinein. Ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, der von Freitag bis Sonntag Abend komplett gesperrt wird. Genau im Kreuzungsbereich wird die Straße neu geteert. In den Wochen davor gab es massive Behinderungen in Richtung Troisdorf, weil dort die Straße neu geteert worden war. Anscheinend gehört dann der Kreuzungsbereich auch dazu, dass eine durchgängige neue Teerdecke vorhanden sein soll. Irgend welche Straßenschäden waren mir im Kreuzungsbereich jedenfalls nicht aufgefallen. Da es geregnet hatte, musste ich an diesem Tag den Bus nehmen. Mit einer Ampelschaltung wurde der Verkehr über die Abbiegespuren auf und von der Straße nach Troisdorf am Kreuzungsbereich vorbei geleitet. Zwanzig Minuten hat der Bus im Stau gestanden. Das hatte genervt.

12. August 2017

Ein Tag, der mir so vorkam, als sei ich nur mit dem Auto unterwegs gewesen.

8.15 Uhr meine Frau zur Arbeit ins Wohnhaus im Tal gebracht

Anschließend Brötchen kaufen und unser Auto in der Tankstelle in Niederkassel durch die Waschanlage fahren

9.30 Uhr einkaufen bei LIDL (Gemüse)

12.30 Uhr einkaufen bei HIT (Gehacktes), anschließend Schwiegervater zum Mittagessen holen

13.40 Uhr meine Frau von der Arbeit im Wohnhaus im Tal abholen

13.55 Uhr unsere Tochter zu einer Klassenkameradin im Nachbarort fahren; um 14.29 Uhr fahren die beiden mit insgesamt 2 Erwachsenen und 3 Kindern zum Konzert der Lochis in der Stadthalle Troisdorf; meinen Schwiegervater habe ich im Auto mitgenommen; nachdem ich unsere Tochter bei der Klassenkameradin ausgeladen habe, fahre ich weiter zum Behindertenwohnheim, wo mein Schwager in unser Auto einsteigt; Schwager und Schwiegervater fahre ich in die Troisdorfer Fußgängerzone, wo die beiden in einem Mobilfunk-Laden das Prepaid-Handy meines Schwagers aufladen wollen

14.35 Uhr Fahrt von Troisdorf zum Bonner Verteilerkreis nach Europcar; das Gratiswochenende möchte ich von der Kompaktklasse upgraden auf einen Fahrzeugtyp des Mini-Vans (VW Touran usw.); der Mitarbeiter erklärt mir – entgegen der Auskunft auf der Hotline bei Europcar – dass ich selbst über das Internet die Kompakt-Klasse reservieren muss, mit der Reservierungsnummer kann er dann upgraden auf die Fahrzeugklasse eines VW Touran, rund 20 Euro muss ich dann zuzahlen; für das gewünschte Wochenende ist die Fahrzeugklasse eines VW Touran verfügbar

15:10 Uhr Ankunft zu Hause vom Bonner Verteilerkreis

15.40 Uhr Fahrt nach Troisdorf, um Schwager und Schwiegervater abzuholen

16.00 Uhr Ankunft in Troisdorf; das Handy meines Schwagers ist nicht aufgeladen, weil der Mobilfunk-Laden bereits geschlossen war; Fahrt über den HIT in Niederkassel nach Hause; im Zeitschriftenladen kann man ebenso Cash-Codes kaufen, um Prepaid- Handys aufzuladen

16.25 Uhr Ankunft zu Hause, wo es uns gelingt, die Menüabfolge zu finden, um mit dem Cash- Code das Prepaid-Handy aufzuladen

16.30 Uhr Schwiegervater und Schwager nach Hause bzw. ins Behindertenwohnheim zurück bringen

16.40 Uhr Ankunft zu Hause; mittlerweile hat meine Frau mit einer Freundin telefoniert; so dass es schön wäre, wenn wir sie zum dem Geburtstagsessen um 18.30 Uhr, zu dem wir gemeinsam eingeladen sind, in Wesseling abholen würden

17.30 Uhr Fahrt nach Wesseling, um Freundin abzuholen

17.45 Uhr Ankunft in Wesseling und Weiterfahrt nach St. Augustin-Niederpleis

18.30 Uhr Ankunft im Steakhaus El Posado, auf der Fahrt dorthin Tanken, da wegen der vielen Fahrten der Tank fast leer war; mein Essen – Hähnchenstreifen mit Broccoli, Bohnen und Zwiebeln in einer würzigen Soße war sehr lecker, zum Schluß waren allerdings alle schockiert über den Gesamtpreis für das Geburtstagsessen: 400 Euro für zehn Personen, also 40 Euro für eine Person !!!

22.15 Uhr Verabschiedung im Steakhaus El Posado, Abfahrt in Richtung Wesseling in einer pechschwarzen Dunkelheit und bei strömendem Regen, bei dem es aus Kübeln zu regnen schien

22.45 Uhr Ankunft in Wesseling und Verabschiedung von der Freundin

23.10 Uhr Ankunft zu Hause

23.15 Uhr Tochter nach Rückkehr vom Konzert der Lochis bei der Klassenkameradin im Nachbarort abholen; wieder regnete es wie aus Kübeln

23.25 Uhr Ankunft zu Hause; ab 0:00 Uhr ließen wir den Tag mit dem James Bond-Film „Gold Finger“ im ZDF bei einem leckeren Glas Rotwein ausklingen

13. August 2017

Dass es reichlich geregnet hat, hat auch seine guten Seiten, denn das Gießen in unserem Garten können wir uns sparen. Es wächst und gedeiht in unserem Garten. Neben der reichen Gemüseernte sprießt auch die Farbenpracht unserer Blumen. Im Vordergrund das Rosa der Gladiolen, als Umrandung der Beete das Orange der Tagetes, zwischen den wuchernden Blättern der Gurken gehen deren gelben Blüten unter. Zum Nachbarszaun dann schließlich das pralle Gelb der Sonnenblumen, die unsere Tochter selbst gesät hat.

14. August 2017

Schaut man auf die Einwohnerzahl, so bewegt sich Bonn in einer ähnlichen Größenordnung wie die Städte Gelsenkirchen, Freiburg, Mainz, Leipzig, Augsburg, Wolfsburg, Leverkusen oder Mönchengladbach. Hannover hat die 1,5-fache Einwohnerzahl im Vergleich zu Bonn. Betrachtet man allerdings den Fußball, so sind die Verhältnisse komplett anders gelagert. Während die eben genannten Städte in der Ersten Fussball-Bundesliga spielen, verharrrt Bonn seit Jahrzehnten in dem Status einer Kleinstadt. Vereine wie der SV Lotte, der SV Sandhausen oder der 1. FC Heidenheim kriegen da wesentlich mehr auf die Beine. Immerhin ist ein Stück Fußball-Normalität eingekehrt, nachdem der Bonner SC in der letzten Saison von der fünften Liga in die vierte Liga aufgestiegen ist. Gestern fand nun ein Großereignis statt, welches den Rahmen aller Fußballereignisse in den letzten Jahren gesprengt hat: der Bonner SC spielte im Stadion im Sportpark Nord im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Hannover 96. 30 Minuten lang hielt sich der Viertligist prächtig und führte 1:0. In der zweiten Halbzeit folgte dann der Einbruch. Die Zuschauer bekamen jede Menge Tore zu sehen, allerdings auf der falschen Seite. Hannover siegte mit einem Ergebnis, welches das Verhältnis der Einwohnerzahlen bei weitem übertraf. 6:2, damit drückte Hannover aus, dass Rangordnungen in der Fußball-Bundesliga nichts mit der Einwohnerzahl zu tun haben.

15. August 2017

Es kann sein, dass ich mich heute Morgen ziemlich lange mit meiner neuen Chefin unterhalten habe. Das Gespräch war herzlich, die Atmosphäre stimmte. Die Reaktion war prompt, dass sie sich direkt am nächsten Morgen eine Stunde lang Zeit für mich genommen hatte. Die Idee war prima, uns nicht im formellen Rahmen eines Büros zu unterhalten, sondern bei einer Tasse Kaffee, den wir im Eingangsbereich unserer Zentrale im Café Connect zu uns nahmen, den sie mir sogleich dann auch spendierte. Wir erzählten voneinander, von meinen bisherigen Tätigkeiten, von den Erwartungshaltungen der neuen Tätigkeiten in ihrem neuen Bereich. Ob es denn auch so komme, wie wir beide es wollten, dass ich in ihren Bereich wechseln würde, wisse sie noch nicht, weil das Anbietungsverfahren noch gewisse Unsicherheiten in sich berge. Da die Chemie stimmte, hatte ich ein grundsätzlich sehr gutes Gefühl nach diesem Gespräch. Dennoch wurde mir bewusst, dass diese Reorganisation einige Nummern schwieriger war als die vorherigen Reorganisationen, da Standorte oder auch das Gehalt gefährdet war. Zudem würde es diesmal so kommen, dass unser Team auseinander gerissen würde und umgekehrt mit neuen Kollegen aus dem technischen Service bestückt würde. Wir müssen abwarten, ob sie auch wirklich meine neue Chefin wird. Diese Entscheidung wird wohl bis in den Oktober dauern. Sollte diese Option nicht kommen, kann die Reorganisation gefährlich werden, weil dann wohl kein Posten, der meiner bisherigen Bezahlung entspricht, frei ist.

16. August 2017

Eines besseren bin ich belehrt worden, dass es sich lohnt, in die öffentlichen Bücherschränke hinein zu schauen oder auch in das öffentliche Bücherregal bei REWE in Godesberg, wo jederfrau und jedermann Bücher hinein stellen kann und heraus nehmen kann, wie er gerade möchte. Die Autorin Ursula von Kardorff, die von 1911 bis 1988 gelebt hatte, war mir kein Begriff. Adieu Paris heißt ihr Buch, das sie 1974 geschrieben hat. Beim Lesen der ersten Seiten hat mich ihr Buch überwältigt, wie sie das Aufeinandertreffen des neuen, modernen Paris und des alten Paris beschreibt. Sie beschreibt ihre neue Entdeckungsform, die Metamorphose zu durchlaufen, dass das Alte verschwindet und von dem Neuen, Modernen verdrängt wird. In dieser Metamorphose hat sie gelernt, sich auf die Veränderungen einzustellen und die Stadt, so wie sie ist, zu lieben. Ein interessanter Ansatz, den man genauso auf die großen rheinischen Städte übertragen kann.

17. August 2017

Meine Frau braucht einiges organisatorisches Geschick, um meinen Schwiegervater zu all seinen Arztterminen zu fahren. Hausarzt, Hals-, Nasen-, Ohrenarzt und sechs Termine für eine Tiefenbestrahlung des rechten Fußes in der Robert Janker-Klinik in Bonn-Dottendorf. Dazu kommen dann noch weitere Arzttermine (Augenarzt) für meinen Schwager oder für sie selbst (Orthopäde). Diesmal überschnitt sich die Tiefenbestrahlung mit dem Dienstplan meiner Frau im Behindertenwohnheim. Sie musste arbeiten, so dass ich den Schwiegervater in die Robert Janker-Klinik fuhr. Die Tiefenbestrahlung dauert gerade fünf Minuten. Umständlich war die Parkplatzsuche. Als ich einen Parkplatz gefunden hatte, war mein Schwiegervater bereits mit der Strahlentherapie fertig gewesen.

18. August 2017

Der Kaffee war schlecht und maßlos überteuert. 2,99 Euro für eine schwarze Brühe, in der das Kaffeepulver zu stehen schien, das war unverschämt. Die Autobahnraststätte in Wunnenstein vor Stuttgart konnte sich das wohl erlauben. Unser Wochenende im Legoland hatte mit einem Paukenschlag begonnen. Unwetter waren über Baden-Württemberg hinweg gezogen, so dass die Autobahn A6 vor Heilbronn voll gesperrt war. Ein Sturm hatte die Stromleitungen eines Hochspannungsmastes gelöst, die dann bedrohlich auf die Autobahn herab hingen. Und wir steckten mittendrin in der Vollsperrung, nichts bewegte sich. Anderthalb Stunden steckten wir im Stau. Den Kaffee in der Autobahnraststätte Wunnenstein benötigte ich gegen 22 Uhr dringend, um meine Fahrtüchtigkeit wach zu halten. Ebenso hatte die Vollsperrung unser Abendessen über den Haufen geworfen, so dass wir es gegen 22 Uhr mit Burgern und Fritten bei Burger King belassen mussten. Die restliche Strecke schafften wir es nach Günzburg ohne Stau, wenngleich ich entsetzt war, dass sich auf der Gegenfahrbahn der A8 vor Ulm-West um eine unwirtliche Uhrzeit von 23.20 Uhr ein dicker Stau gebildet hatte. Um 24 Uhr hatten wir schließlich unsere Ferienwohnung in Günzburg erreicht.

19. August 2017

Ein aufregender Tag neigte sich seinem Ende zu. Unzählige Male hatten wir das Legoland kreuz und quer, hin und her, von Fahrgeschäft zu Fahrgeschäft, von harmlosen zu kribbeligen Attraktionen, von einem Ende zum anderen durchquert. Oftmals beschleunigte der blaue Express-Pass den Zutritt zu den Attraktionen, und ich war froh, mit Achterbahnen oder allzu halsbrecherischen Attraktionen in Ruhe gelassen zu werden. So ließen wir den Tag im Brauereigasthof zur Münz in der malerischen Altstadt von Günzburg ausklingen, welche seit sehr vielen Jahren zu unserer Stammgaststätte in Günzburg geworden ist, seitdem wir das Legoland besuchen. An der Theke lag ein Buch aus über 50 historische Wirtshäuser in Bayern und Oberschwaben, welches auch den Brauereigasthof zur Münz beschrieb. Schon 1586 wurde eine Brauerei „Zum schwarzen Adler“ urkundlich in Günzburg erwähnt, die in dem linken Gebäudeflügel gelegen hatte. Vor 1800 bildete sich die Bezeichnung des Wirtshauses „Zur Münz“ heraus, weil sich in Günzburg, das zu Vorderösterreich gehörte, Geldmünzen geprägt wurden. In der Brauereigaststätte „Zur Münz“ trafen sich dann die Beamten, die für die Verteilung der Geldmünzen zuständig waren. Wie immer, war das Essen ein Genuss. Ich aß hausgemachte Maultaschen mit geschmelzten Zwiebeln, Speck und Kartoffelsalat. Ordentlich musste ich stopfen, um alles aufzuessen. Die drei Maultaschen sättigten ungeheuer.

20. August 2017

Wie jedes Mal, fiel der Abschied im Legoland schwer. Mich reizen mich weniger Achterbahnen oder andere halsbrecherische Attraktionen. Dies überlasse ich lieber meiner Frau und unserer Tochter. Mich reizen all die Details und Verzierungen, was man aus Lego alles gestalten kann und am Wegesrand bemerkt. Jedes Mal stelle ich fest, dass das Miniland mit den aus Legos gebauten Städten, Bauwerken und Monumenten die größte Anziehungskraft auf mich ausübt. Frankfurt mit seiner Skyline, das Schloss Neuschwanstein, die Pfalz bei Kaub, Oberschwaben mit dem Rathaus von Augsburg, die niederländischen Städte mit Sneek und Amsterdam, der Hamburger Hafen, Berlin und vor allem Venedig. Ein neues Areal mit Hochäusern war in diesem Jahr gebaut worden. Obschon kein Hochhaus, fand sich in diesem Umfeld der Pariser Eiffelturm gut zurecht.

21. August 2017

Wahlkampf einmal anders. Nicht in großen Veranstaltungshallen, flammenden Reden und in einer Mission, dass Politiker das Allheilmittel sind, um die Welt zu verbessern. Der Grünenpolitiker Cem Özdemir geht da andere Wege. Er geht bewusst an den Rand unserer Gesellschaft und wagt sich in das Bonner Loch hinein, in die Perspektivlosigkeit und das Außenseitertum. Am 26. August steht er an dieser Stelle all denjenigen zur Verfügung, die zufälligerweise oder gewollt vorbei kommen und wird mit dem Volk diskutieren. Wahlkampf einmal anders. Ein sinnvoller Ansatz, um die Glaubwürdigkeit von Politikern zu verbessern.

22. August 2017

Umbaumaßnahme in der Bäckerei Schlösser in Bonn-Beuel, wo ich gelegentlich morgens einen Kaffee trinke. Alles ist schöner geworden, die Bedienungstheke länger und ausladender, so dass mehr Backwaren präsentiert werden können. In die hintere Wand ist ein Backofen eingebaut worden, so dass für die Kunden sichtbar ist, wie die Brötchen gebacken werden. In durchgängigem schwarzen Design, schwarze Tischplatten und schwarze Polsterung der Stehhocker, ist nun für mehr Hocker und Stehtische Platz, die in einer viereckigen Anordnung aneinander gerückt sind. Ehrlich gesagt, mir gefiel alles besser, wie es vorher gewesen war, weil die Anordnung von Stehtischen und Hockern provisorisch aussah. Optisch passte alles nicht ganz zusammen, aber es war gemütlich, der Innenraum der Bäckerei fügte sich zu einem Ort der Kommunikation, der täglichen Einkäufe und dem Auskosten einer Tasse Kaffee zusammen. Ich selbst muss nicht unbedingt beobachten, wie die Brötchen in den Backofen geschoben werden, so dass die Umbaumaßnahme, die bestimmt ein Schweinegeld gekostet hat, nicht unbedingt zwingend nötig war. Gelegentlich, wie auch jetzt, werde ich dort weiterhin meine Tasse Kaffee trinken. Aber mein Herz, in dem so einiges an Betriebswirtschaft, darunter Investitionsrechnungen, schlägt, sagt Nein zu dieser Umbaumaßnahme.

23. August 2017

Zu dieser Jahreszeit mit dem Fahrrad über den Rheindamm zu fahren, macht besonderen Spaß, weil Pflanzen, Blumen, Kräuter, Stauden, Gräser in all ihrer Vielfalt blühen. Es wird unterlassen, das Gras zu mähen, so dass alles so sprießen kann, wie es gerade möchte. Obschon meine Botanikkenntnisse eher mangelhaft sind, ist es mir gelungen, aus diesem bunten Blütenteppich die Wiesen-Flockenblume zu identifizieren. Da ich oft dieselbe Strecke über den Rheindamm fahre, kann ich beobachten, wie ihr Erscheinen von Tag zu Tag zahlreicher wird. Die Büschel der Wiesen-Flockenblume werden größer, sie wachsen höher, die Anzahl der sich öffnenden, violetten, gekreuzten Blüten wird größer. In der Mitte des Bildes kann man die Friedrich-Ebert-Brücke erkennen, die über die Autobahn A565 über den Rhein führt.

24. August 2017

Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich der Dame mit dem etwas zerknitterten Gesicht in der Schadensaußenstelle der HUK gegenüber saß. Eigentlich war die Angelegenheit entspannt, Unwetterschaden, ein Fall für die Wohngebäudeversicherung, den Schaden hatte ich einen Tag nach dem Vorfall telefonisch vom Urlaubsort Freiburg gemeldet. Assoziationen kamen hoch, peinliche Gefühle, als ich mit genau derselben Dame, vielleicht Anfang 50, zu tun hatte, als der Schaden, den Ratten auf dem Nachbargrundstück verursacht hatten, über die Haftpflichtversicherung reguliert werden musste. Mit Eskalation und schriftlicher Beschwerde war dies ein Kraftakt, dass die HUK die Hälfte des Schadens übernommen hatte. Was konnte ich diesmal dafür, dass der Sturm unsere Eberesche entwurzelt hatte und auf das Nachbargrundstück – des anderen Nachbarn – befördert hatte ? Höhere Gewalt, so dass ich mir keinerlei schuldhaftes Verhalten vorwerfen musste. Beim Anblick dieser Dame hafteten die Vorwürfe allerdings tief. Mental war der regulierte Schaden des Rattenbefalls bei unserem Nachbarn längst noch nicht ausgestanden. Die Ratten lauerten weiter. Sie waren verschwunden, vorübergehend, und da sie sich stets bei unserem Nachbarn ausgetobt hatten, war ein erneuter Rattenbefall nicht auszuschließen.

25. August 2017

Es gab Jahre, in denen ich wesentlich häufiger meine Rennradtouren unternommen habe. Zwei- bis dreimal im Monat, wenn man von Urlaubszeiten absieht, war es vor einigen Jahren. In diesem Jahr bin ich über die Margaretenhöhe nach Hennef geradelt, ins Ahrtal, nach Neunkirchen-Seelscheid, zweimal nach Sinzig, nach Linz, Eitorf und diesmal nach Maria Laach. Mit 120 Kilometern die längste Tour in diesem Jahr, auf dem Hinweg über Königsfeld, Niederzissen und Wehr durch die wunderschöne Landschaft der Vulkaneifel, aber anstrengend über all die Berge. Ärgerlich war, dass der Biergarten an Maria Laach geschlossen war, so dass ich am Seeufer herum geirrt war, dort nichts fand und querfeldein durch den Wald schließlich im Restaurant Waldfrieden landete. Dort konnte ich endlich meinen quälenden Durst löschen, und zurück ging es den Rhein entlang über das Brohltal, Bad Breisig, Remagen, Oberwinter und Bonn.

26. August 2017

Das Bier, das ich im Restaurant Waldfrieden trank, war eine besondere Spezialität und trug die Produktbezeichnung eines Vulkans. Das Bier schillerte trüb und undurchsichtig in dem 0,5 Liter-Glas, die Flüssigkeit war in ihrem Farbton eine Mischung aus hell und dunkel, schmeckte süffig und floss mit all ihrer Kraft der Erfrischung die Kehle herunter. Das „Vulkan-Bräu“ wurde in Mendig, nur ein Stück in die Eifel hinein von Maria Laach entfernt, gebraut. Das besondere waren die Felsenkeller eines Felsens aus Vulkangestein, in denen das Bier gelagert wurde. Zweifellos war der Geschmack des Bieres einzigartig.

27. August 2017

Obschon der Sommer in den letzten Augusttagen so richtig wieder aufdreht, hat die Ernte von Gurken, Zucchini und Tomaten in unserem Garten spürbar nachgelassen. Während wir das Blattwerk von Gurken inzwischen ausgerissen haben, erfreuen wir uns an all dem Gemüse, was darüber hinaus in unserem Garten wächst und gedeiht. So dick und groß wie in diesem Jahr, sind in den anderen Jahren die Paprika selten gewachsen. Auch auf Porree und Sellerie dürfen wir uns freuen. Und auf einem Hochbeet steht noch ein dicker und schwer gewachsener Wirsing.

28. August 2017

Sonntag Nachmittag ab ins Kino. Der Animationsfilm „Happy Family“ kam schräg daher, als die Mutter einer vierköpfigen Familie höchstpersönlich und ungewollt mit Graf Dracula auf ihrem Handy telefonierte. Der verliebte sich prompt in die gestresste Ehefrau der Familie Wünschmann, weil diese zuhörte, womit das Unheil seinen Lauf nahm. Ein Kinofilm, der nicht unbedingt ständige Lacher, Gags und Albernheiten bereit hielt, sondern mit einer Geschichte und einem inneren Kern aufwartete. Mit einer pubertierenden Tochter, einem in der Schule als Streber abgestempelter Sohn und einem Vater, der im Büro Massen an Überstunden leisten musste, hatte die Familie Probleme mit sich selbst und in sich zerstritten. Bei einer Kostümparty mischte sich dann eine Hexe ein, die Graf Dracula geschickt hatte, die die Familie dann in Monster verwandelte. Um wieder in den Ursprungszustand zurück verwandelt zu werden, musste die Familie beweisen, dass sie zusammen halten konnte. Die Familie landete in London, sie wurde in die ägyptische Wüste verhext, und der lange Arm von Graf Dracula zerrte an der Ehefrau Emma. Der Film hatte mir gefallen, er war gut gemacht kam nicht einmal aus irgendwelchen Disney-Animationsstudios in den USA. Die Animationen, Zeichnungen und Filmsequenzen kamen aus Hannover.

29. August 2017

In der gestrigen Abendsonne Fahrt mit dem Rennrad über die Felder nach Troisdorf. Die tief stehende Sonne warf lange Schatten auf den Asphalt des Feldwegs, die an den Rändern des Maisfeldes abbrachen. Es war ein lauer Abend, an dem der Fahrtwind die Hitze des Spätsommers mit einer angenehmen Kühle vermischte. Am Rotter See holte ich einen Freund ab, von wo aus wir weiter zum Siegburger Brauhaus radelten.

30. August 2017

Bernsteinfarben und naturtrüb ist das originale „Siegburger“ aus dem Brauhaus, das verspricht das Internet. Unsere angeketteten Fahrräder im Blickfeld, haben wir auf einer Holzbank am Rande der Außengastronomie gesessen, dazu habe ich einen Speckpfannkuchen gegessen. Bei lauen Abendtemperaturen hat das Siegburger Brauhausbier köstlich geschmeckt. Obschon wir beide Diplom-Kaufleute sind und uns vor mahr als zwanzig Jahren an der Kölner Universität kennen gelernt haben, haben wir viel über Jura, Juristen und Rechtsgebiete gequasselt. Während ich selbst mit Ach und Krach meine beiden Jura-Scheine im Grundstudium geschafft habe, hat er als Leiter des Personalbereichs mit allerlei Rechtsthemen und der Juristerei zu tun. Während mir das juristische Denken quer liegt, nach Rechtsvorschriften zu suchen, Sachverhalte zu erforschen und diese unter das Gebäude von Rechtsvorschriften zu subsummieren, sind Paragrafen, Gerichtsentscheidungen und das stringente Abprüfen der Sachverhalte zu seinem Steckenpferd geworden. Obschon er als Leiter des Personalbereichs nichts damit zu tun hat, haben wir viel über das Strafrecht geredet, über das unerlaubte Entfernen vom Unfallort, über Alkohol am Steuer oder über die fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr. Während wir aßen und tranken, brach die Dunkelheit herein, und im Stockfinsteren, die Sieg plätscherte neben uns her, ging es im grellen Licht unserer Fahrradbeleuchtung zurück nach Troisdorf.

31. August 2017

Es ist schon befremdend, was für Befindlichkeiten und Eigenheiten unsere Mitmenschen haben können. Rund um den LIDL-Parkplatz ist zunächst einmal nichts. Die nächsten Wohnhäuser liegen jenseits der Bahnhofstraße und jenseits der Deutzer Straße, das ist eine ganze Kante entfernt. Anwohner hatten sich beschwert, dass ihnen das Licht im LIDL zu hell ist, wenn es draußen dunkel ist. Von den Lichteffekten der Innenbeleuchtung dürfte in dieser Entfernung nur wenig zu den Anwohnern herüber leuchten. Nun müssen die Mitarbeiter im LIDL pünktlich, wenn es draußen dunkel wird, die Jalousien herunter lassen.

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