Tagebuch März 2017

1. März 2017

Der Kölner Dom, ein Markenzeichen. Gerne haben Firmen ihn in ihre Namensgebung übernommen. Als Logo, als Markenzeichen verkörpern die gotischen Doppeltürme dann ein qualitativ hochwertiges Produkt oder einen guten Service. Ob Dom Kölsch, Dom Kurierdienste, Dom Immobilien, Dom Schlüssel, Dom Verlag oder Dom Consulting: hierdurch wird der Kölner Dom übergeleitet in finanzielle Größen wie Markenwert, Produktionsdesign oder Kundenwahrnehmung. Es bestehen keinerlei Zweifel, dass der Kölner Dom werbefähig ist. In die Mode und die neue Frühjahrskollektion fügt er sich wunderbar hinein. Dankbar hat ihn der Modeladen in der Fußgängerzone zwischen Jacke, Bluse und Mantel aufgenommen.

2. März 2017

Ein feierlicher Moment in der Siebengebirgsbuchhandlung Bosch in Bad Godesberg. Zu meinem letzten Geburtstag hatte ich einen Gutschein über 40 € geschenkt bekommen, den ich nunmehr eingelöst habe. Die Wahl fiel schwer, lange hatte ich hin- und her überlegt. Schließlich entschied ich mich für die Weisheit – eine brilliant erzählte Geschichte der Philosophie von Richard David Precht – und für den Ersten Weltkrieg in Bonn – anknüpfend an das Werk „Die Schlafwandler“ des australischen Historikers Christopher Clark, das sich intensiv mit den Geschehnissen vor der deutschen Kriegserklärung an Russland am 1. August 1914 befasst, und welches ich derzeit regelrecht verschlinge. Ich freue mich auf das Lesevergnügen dieser beiden Bücher !

3. März 2017

„Mensch, gedenke, dass du grünst“. Unter diesem Leitspruch von Hildegard von Bingen hat die Bonner Münsterkirche die Fastenzeit 2017 auf eine ungewöhnliche Art und Weise thematisiert. Es grünt und blüht in der Kirche, ein Stück Garten wurde dorthin hinein gepflanzt. Im Sinne des Frühlings und im Sinne der Fastenzeit soll der Mensch wachsen und sich weiter entwickeln, so wie die Gruppierung von Birkenstämmen und die übrigen Pflanzen. „Packe das Leben an, lass es wachsen“, diese Weisheit der Hildegard von Bingen fordert dazu auf, die eigenen Talente zu nutzen und zu leben.

4. März 2017

Geburtstag meiner Ehefrau. Den ganzen Morgen lief sie in hoher Anspannung durch unser Haus und erwartete ein Paket. Wann denn die Paketzustellung käme, wollte sie wissen. Die Zeiten waren ganz unterschiedlich, so dass ich lediglich Vermutungen anstellen konnte. Und es waren auch unterschiedliche Paketzustelldienste wie DHL, Deutscher Paketdienst oder Hermes unterwegs. Um die Mittagszeit, als ich vom Einkaufen zurückkehrte, war es dann soweit. Das knallgelbe Postauto von DHL fuhr mir entgegen und hatte das sehnsüchtig erwartete Geburtstagsgeschenk an meine Ehefrau zugestellt. Es war ein Blumenstrauß unserer großen Tochter aus Freiburg. Nicht Fleurop, sondern Blume2000. Heutzutage geht ja alles über Internet, so auch Blumensträuße zum Verschenken. Auch unser kleines Mädchen hatte sich viel Arbeit gemacht. Einen Strauß rosaner Tulpen hatte sie organisiert, dazu hatte sie all ihre Glückwünsche auf einem Zettel formuliert, eine Tüte Gummibärchen aufgeklebt mit zwei Fünfzigcentmünzen und einer Zwanzigcent-Münze.

5. März 2017

Wenn ich eine Art von Bilanz von Freundschaften erstellen würde, dann wäre diese ziemlich durchwachsen. Druck, Stress, Alltag, Fremdbestimmung, anderweitige Prioritäten – die Gefahr ist groß, dass man sich aus den Augen verliert. Aus meiner Schulzeit ist nichts geblieben, aus meiner Ausbildungszeit genauso wenig. Die Verbindungen haben sich regional verlagert zu unserem Wohnort, nicht zuletzt über unsere Kinder und deren Freunden und deren Eltern. Aber auch davon ist so manches weggefallen, wenn die Freundschaften nicht gepflegt worden sind. Über längere Zeiträume hinweg hält sich zwar ein eiserner Kern von Freunden, doch in Summe müssen wir aufpassen, dass nicht mehr Freunde wegfallen als neue hinzukommen. Obschon ich gerne über die Oberflächlichkeit von Facebook und sozialen Netzwerken meckere, sind über meinen Blog persönliche Begegnungen nach Belgien und Frankreich zustande gekommen, die enorm den Horizont erweitert haben. Freundschaften, die weggefallen sind, leben nur noch aus ihren Erinnerungen, die düster sind. Dokumente, Zeugnisse, Bilder gibt es kaum noch von diesen verflossenen Freundschaften. Anders ist dies bei einem Maler, den ich in den 1980er Jahren oftmals in seinem Atelier in Köln-Deutz besucht habe. Viele lange Abende hatten wir über die Kunst und die Malerei philosophiert. Die Freundschaft hielt, bis zu dem Zeitpunkt, als ich zu meiner heutigen Ehefrau aus Köln weggezogen war. Im Gegensatz zu anderen begrabenen Freundschaften, hat der Maler ein Bild hinterlassen: Hasselt in Belgien im Stil der expressionistischen Malerei. Wir beide hatten seiner Zeit von Belgien geschwärmt, und ein Fotoband aus Belgien lieferte damals die Vorlage für dieses sehr ausdrucksvolle Bild.

6. März 2017

25-jähriges Dienstjubiläum eines sehr geschätzten Kollegen. Den Abend verbrachte unser Team im Restaurant „Em Höttche“, unsere Teamleiterin erzählte aus seinem Lebenslauf, sie überreichte die Urkunde. Da unser Kollege gerne Witze erzählte, schenkten wir ihm zwei Bücher voller Witze, damit er zu jeder Stunde und jeder Tageszeit den richtigen Witz parat hatte. Nebenher erfuhren wir, dass ein Kollege persönliche Verbindungen zu einem großen Dichter und Dramatiker hatte. Er kam aus Hessen, aus dem Odenwald, und sein Onkel hatte Ahnenforschung betrieben. In fünftem Grad war er verwandt mit dem Dichter und Dramatiker Georg Büchner, der viel zu früh im Alter von 23 Jahren starb. 12 Kilometer trennten den Arbeitskollegen vom Geburtshaus des Georg Büchner in Goddelau bei Darmstadt. Büchners Hauptwerk, der Hessische Landbote, rief auf zum Aufstand von Bauern und Handwerkern gegen die adlige Oberschicht. Er wurde verhaftet und floh in das Elsass, danach in die Schweiz. 1837 starb er viel zu jung an Typhus.

7. März 2017

Nach Karneval ist gleichzeitig vor Karneval. Aus ökonomischen Gründen ist dies allzu sehr verständlich, dass die Künstler ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können, wenn sie ausschließlich während der närrischen Jahreszeit vom 11.11. bis Karneval ihre närrischen Karnevalslieder singen. Textlich, mit ihrem Repertoire, waren karnevalistische Musikgruppen wie die Bläck Fööss sowieso ganzjährig aufgestellt. Bei Musikgruppen wie Brings verlief der Weg zur Karnevalsband sogar genau umgekehrt. In Kölner Mundart, sangen sie Musikstücke, die milieubetont waren und sich oft auf Köln bezogen. Erst mit dem Stück „supergeile Zick“ fanden sie den Weg in den Karneval, der nicht das alleinige Standbein von Brings ist.

8. März 2017

Bürosketche in der Springmaus. Andreas Etienne und Michael Müller – da uns „Nachbarn Reloaded“ sehr gefallen hatte, wollten wir uns an unserem Hochzeitstag etwas besonderes gönnen und dieses Wechselspiel von gegenseitigem Kampf und Sticheleien, Versöhnung und inniger Freundschaft, das die beiden glänzend gespielt hatten, gerne wiedersehen. Auch gestern pflegten sie unter "Kollegen" ihre Art von rheinischem Humor: bodenständig, teilweise in Bönnschem Dialekt, nahmen sie das, was um sie herum passierte, nicht allzu ernst. Bescheiden war die dunkel gehaltene Bühnenausstattung, die zu nüchternen Amtsstuben passte, in denen die beiden ersten Sketche spielten. An zwei Stühlen, zwei Tischen, die in ihrer Anordnung variierten, und zwei Kaffeetassen klammerte sich der Büroalltag. Die Schauspielerin Andrea Frohn wirbelte gestern das eingespielte Duo mächtig durcheinander, als Human-Ressources-Managerin, dessen Lügendetektor beim Einstellungsgespräch querschoß, als jugendliche Göre, die sich mit ihren Kommentaren in den Weiterbau des Berliner Flughafens einmischte, als Sekretärin, die sich zu den als Sekretärinnen verkleideten Andreas Etienne und Michael Müller dazugesellte, oder mit ihren Stimmakkorden, mit denen sie Stücke wie „Golden Eye“ aus dem gleichnamigen James Bond-Film oder „Satisfaction“ von den Rolling Stones bissig parodierte. Alles in allem, ein gelungener Abend mit Sketchen, die durch Übertreibung, Parodie und Situationskomik Humor erzeugten und das Publikum auf einem einfallsreichen und hohen Niveau unterhielten.

9. März 2017

Eine unverhoffte Begegnung, mit der ich zunächst nichts anfangen konnte. Vor der Bäckerei, beim samstäglichen Brötchenkauf. „Guten Morgen Herr Wimmers.“ Ich schaute in ihr rundes Gesicht, ihr blondes Haar fiel lässig auf ihre Schultern herunter. „Wie geht es Ihrer kleinen Tochter ?“ Ich bekam ihr Gesicht effektiv nicht eingeordnet, wusste nicht, von woher sie mich kannte. „Wie gefällt es ihr auf der Realschule ?“ Ich kannte solche Déjà-vu-Erlebnisse: irgendwo gesehen, aber wo, wann, bei welcher Gelegenheit ? Dann löste die Unbekannte das Rätsel auf: es war die Mutter, dessen Sohn in derselben Grundschulklasse wie unsere Tochter gewesen war. Die Jungs hatten in der Grundschule nicht zum Freundeskreis unserer Tochter gehört, so dass ich die Mutter von Kindergeburtstagen zum Beispiel nicht kennen konnte. Aber ich war mit ihr auf Facebook befreundet. Nun erkannte ich ihr Gesicht wieder, das Foto am Strand auf Facebook, die wehenden Haare im Wind. Danach entschwand sie in ihrem silbrigen Toyota, und ich reihte mich in die Schlange vor der Bäckereitheke ein.

10. März 2017

Man kann diese Gebäude als eine Art von Vorläufern der Finanzämter bezeichnen. Was heute als Steuern vom Gehalt abzogen wird, das war lange Zeit – bis zum Ende des 19. Jahrhunderts – als Abgabe aus den Ernteerträgen zu leisten. Diesen „Zehnten“ zogen die Kirchen ein, sofern – wie im Erzbistum Köln lange üblich – Erzbischof und Fürst ihre Herrschaft in Personalunion ausübten. So gab es im Rheinland ein mehr oder weniger großes Netz von Zehntscheunen, wo die von der Bauernschaft abgegebenen Naturalabgaben gesammelt wurden. Die Geschichte der „Zehntscheuer“ auf dem Marktplatz in Ahrweiler reicht indes sehr weit zurück. In der frühen Neuzeit bestand die Abgabepflicht an das Kölner Domkapitel. In den Zeiten davor war die Abgabepflicht erstmals an die Abtei Prüm im Prümer Urbar von 893 dokumentiert worden. Den Zehnten, den die Evangelisten Matthäus und Lukas erstmals im Neuen Testament erwähnen, wurde in der Epoche der Karolinger institutionalisiert. Die Karolinger veranlassten eine Art von Buchführung, in dessen Rahmen das Vermögen mit Einnahmen und Ausgaben systematisch erfasst wurden. Das Prümer Urbar von 893 ist ein bedeutendes Dokument zur Wirtschaftstätigkeit im frühen Mittelalter. Die Karolinger hatten die Abtei Prüm mit der Erhebung des Zehnten beauftragt. Die Güterverzeichnisse des Prümer Urbars nennen 24 klostereigene Herrengüter und Höfe, die wiederum abgabepflichtig an die Abtei Prüm waren. Darunter die Zehntscheuer der Grundherren von Ahrweiler.

11. März 2017

Eine Baustelle, die allgemein als Erlösung empfunden wird. Die Baugrube ist nun ausgehoben, und stolz weist die Animation des „Neuen Zentrum Niederkassel“ auf dem Baustellenschild in die Zukunft. Die Tatsache, dass hier gebaut wird, grenzt ungefähr an ein Wunder. Drei Jahre lang klafft nun in der Mitte unserer Stadt Niederkassel diese Abrisswüste, nachdem eine Fläche von rund einem Fußballplatz abgerissen worden ist, um dort ein Einkaufszentrum zu bauen. Die Pläne wurden allerdings zwischenzeitlich verworfen, geändert, überarbeitet und an ein realistisches Szenario angepasst. Die Verantwortlichen hatten übersehen, dass in unserer Umgebung kein Mangel an Einkaufszentren herrscht, so dass dem „Ankermieter“ REWE die Sache zu heiß war; er stieg dann aus. Für REWE sprang nun ALDI in die Bresche. Neben ALDI sollen noch ein dm-Markt, eine Apotheke, ein Friseur und ein Optiker einziehen. Es wird allerdings offen angezweifelt, ob ein solches Warenangebot eines Disconuters, das sich auf gängige und häufig gekaufte Food-Artikel beschränkt, in der Lage ist, größere Einkaufsströme anzuziehen. Im Moment macht sich niemand darüber Gedanken, da das positive Gefühl, den Schandfleck der Abrisswüste bald zu loszuwerden, überwiegt.

12. März 2017

Auch ich gehöre zu denjenigen, die den stahlblauen Himmel genießen. Das Übermaß an Sonne beflügelt mich, Frühlingsgefühle erzeugen einen Motivationsschub. Das Leben verlagert sich nach draußen, im Stadtpark wimmelt es vor Menschen. Ich genieße all die bunten Farben des Frühlings, so all die Krokusse, die dicht beieinander stehen und sich in Form eines Blütenteppichs auf dem Rasen ausbreiten. Voller Optimismus blicke ich in die nächsten Wochen: wenn neue Farben und neue Blüten die jetzige Farbenpracht abwechseln wird.

13. März 2017

Die theoretischen Wissenschaften und ihre Anwendung. Von der einen Seite nähere ich mich dem Denken, wie sich das Denken strukturiert, wie Denkmodelle aussehen, welche Annahmen dahinter stehen, welche Aussagen und Kernaussagen formuliert werden, was wahr ist und was falsch ist, wie richtige Schlussfolgerungen zu ziehen sind, kurzum, über die Gesetzmäßigkeiten der Logik, wie sie etwa Aristoteles oder Kant formuliert haben. Heute dann die Annäherung in der Praxis. Ein dienstlicher Workshop zu „Design Thinking“. Der Denkansatz war dem Produktentwicklungsprozess entnommen, wie man ihn etwa in Lehrbüchern des Marketing vorfindet. Der Workshop war locker und interessant, allerhand Übungen wurden in Gruppen durchgeführt, wir diskutierten viel untereinander, dabei drehte sich alles um das nicht Management-orientierte Thema, wie denn für einen ganz spezifischen Kunden ein optimales Frühstück aussehen könnte. Der Denkansatz des Design Thinking war mit seinen Entwicklungsstufen wie aus einem Guss: understand - explore - define - ideate - prototype - test - implement. Alleine die Verbindung fehlte: von der theoretischen Wissenschaft zur Praxis, von den Denkwelten eines Aristoteles oder Kant zum Design Thinking. Wahrscheinlich existiert diese Verbindung auch gar nicht. Ein Unterbau der Praxis ohne das übergeordnete Gesamtkonzept. Dabei besteht die Gefahr, dass die Denkansätze beim Management-orientierten Denken in einer Einbahnstraße verlaufen: nämlich gezielt in die eine Richtung, dass die Kosten nach unten gedrückt werden sollen.

14. März 2017

Die große Chance habe ich heute verpasst. Nie hat mein Frau eine Neigung zum Fußball verspürt, während ich gerne das Geschehen in der Bundesliga oder bei EM-/WM-Turnieren verfolge. Heute hätte sich dies grundlegend ändern können. Eine Initialzündung hätte kommen können, dass sich meine Frau schlagartig für Fußball hätte interessieren können. Der SV Lotte gegen den BVB Borussia Dortmund. Die Glaubwürdigkeit des Fußballs gegen schwindelerregende Größenordnungen von Spielergehältern. Freude am Fußball gegen knallhartes internationales Geschäft. Da Geld Tore schießt – was übrigens dem HSV mit seinen gewonnenen Relegationsspielen angedichtet wird – blieb die Initialzündung bei meiner Frau aus. Die Chancen sind zum Beispiel dramatisch gesunken, meine Frau zu einem Heimspiel des FC entführen zu können. Das 3:0 von Borussia Dortmund, das wir auf dem Livestream auf dem Laptop verfolgt haben, war schade. Andersherum hätte vieles in Bewegung geraten können.

15. März 2017

Wie passend: eine Wirtshausszene vor einer Gaststätte, eingraviert in einen Messingstich, mittendrin im Ziegelmauerwerk. Auf dem Messingstich fließt das Bier in Strömen, Menschen beugen sich über den Tisch, sie stemmen die Bierkrüge hoch, lachen, manche liegen unter dem Tisch. Der Messingstich könnte ein Fortführung sein der Genreszenen, wie man sie etwa in der Düsseldorfer Malerschule gemalt hatte. Das war alles schön und hübsch anzusehen, harmonisch, was der Begriff Biedermeier ganz treffend beschrieb. Wie schade, dass Eckkneipen schon lange in ihrer Existenz bedroht sind. Dass das Bier in Strömen fließt, ist derzeit gänzlich unmöglich, da die Gaststätte seit einigen Jahren geschlossen ist, ohne dass sich ein Nachfolger gefunden hat. Daher ist der Messingstich wirklich hübsch anzuschauen und hat mit der Realität ganz und nichts mehr zu tun.

16. März 2017

Ein reichlich ungewöhnlicher Straßenname: Mordkapellenpfad. An einer Seitenstraße zwischen Poppelsdorf und Endenich, wo dieses Straßenschild unvermittelt auftaucht, haben sich weder berühmte Krimi-Autoren verewigt, noch geht es hier zu einem Tatort aus der Kriminalliteratur. Diese Kriminalgeschichte wurde geschrieben, als die literarische Form von Kriminalromanen nach heutigem Verständnis noch entwickelt werden musste. Verbrechen gibt es, solange die Menschheit existiert. Und die Geschichten von Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt wurden, und von Märtyrern sind reich an Kriminalgeschichten. So die Mordkapelle – oder auch Marterkapelle – dessen Legende ihren Ursprung im 3. Jahrhundert hat. Zu dieser Zeit sollen am Fuße des Kreuzbergs an die zehn römische Soldaten der thebäischen Legion, darunter die späteren Stadtpatrone Cassius und Florentius, hingerichtet worden sein, da diese sich zum christlichen Glauben bekannt hatten. Theben lag in Ägypten, und die Kompanien und Legionen von Nordafrikanern marschierten den Rhein hinunter, in der „castra Bonnensia“ machten sie Halt, wo es zu einem unbeschreiblichen Gemetzel an andersgläubigen Christen kam. Rund einen Kilometer weiter, am Ende der Seitenstraße, ließ der Kölner Kurfürst Joseph Clemens, der gleichzeitig Kölner Erzbischof war, 1719 die Mordkapelle zum Gedenken an die Heiligen Cassius und Florentius bauen. Die Mordkapelle wurde zur Wallfahrtskapelle, und die Wallfahrten endeten mit der Säkularisierung der Mordkapelle während der Napoleonischen Besatzungszeit. Geblieben ist der Straßenname „Mordkapellenpfad“ und auch die Mordkapelle, die in den größeren Klosterkomplex Maria Hilf übergegangen ist.

17. März 2017

Markenbewusstsein vor der Garageneinfahrt. Bei der Wahl des PKW-Typs bleibt gerne so mancher Autofahrer seiner Marke treu, eine Art von lebenslanger Verbindung, vergleichbar mit einer Lebenspartnerschaft oder Ehegemeinschaft. BMW only. BMW mit Leib und Seele. BMW lebenslang. Verbunden mit dem super-geilen Fahrgefühl eines BMW auf vier Rädern oder einer BMW auf zwei Rädern.

18. März 2017

Unter denjenigen Dingen, die ich am Wegesrand wahrnehme, schenke ich der sakralen Kleinkunst wenig Aufmerksamkeit. So gibt es Wegekreuze zuhauf, in Feld und Flur, ungefähr an jeder Straßenecke. Man übersieht sie leicht, wenn sie sich etwa zwischen Büschen und Bäumen verstecken. Dieses Wegekreuz in Königsfeld sticht eher ins Auge – wegen seines pechschwarzen Gesteins. Man spürt, dass man sich der Vulkaneifel nähert. Das Wegekreuz aus Basalt ist steinalt, wie so viele andere Wegekreuze. Bereits 1593 hatte an dieser Stelle unter der Linde am Marktplatz von Königsfeld ein Steinkreuz gestanden. Dieses Kreuz datiert aus dem Jahr 1713 und führt an den Kreuzenden die drei Kränze des ewigen Lebens.

19. März 2017

Ein kurzer Rundgang durch Wesseling. Wir hatten unsere Freundin besucht, die vor einem Jahr umgezogen war. Wesseling, eine von der Chemie erstickte Stadt ? Gelang es Wesseling, sich von der Übermacht der chemischen Industrie zu befreien ? Wenn man all die Industrie ausblendete, war die Promenade am Rhein durchaus hübsch und nett. Die Personenfähre wartete, die Alleebäume kringelten ihre kahlen Baumkronen in sich zusammen. Das Stück Geschichte, das Wesseling verband, sammelte sich oberhalb des Rheinufers. Das prägnante Ziegelmauerwerk der St. Germanus-Kirche, die wuchtigen Zwillingstürme im neo-romanischen Stil. Zeugnisse aus der Römerzeit, obschon Wesseling nie Römerstadt war: so der römische Grabstein des Philosophen Quintus Aelius Egrilis Euaretus. Der Heilige Georg in der Fußgängerzone nicht als Drachentöter, sondern als steinerne Skulptur mit den Gesichtszügen eines absolutistischen Fürsten. Drei kleinere Steine mit römischen Schriftzeichen vor dem Rathaus. Der Treidlerbrunnen, der an die Treidelschifffahrt bis in das 19. Jahrhundert erinnerte. Als wir in die Wohnung unserer Freundin zurückkehrten, packten wir unsere „sieben Sachen“ zusammen und warfen einen letzten Blick auf die beiden Katzen, von denen die eine lässig umherstreifte und die andere friedlich auf der Bettdecke schlief.

20. März 2017

Am Tag danach. Die sozialen Netzwerke stecken voll von dem gestrigen Großereignis, der Sprengung des Bonn-Centers. Wie schön, dass es Youtube gibt: Live war ich um 11 Uhr nicht dabei, doch in Youtube kann ich mir dieses Event, bei dem Plätze mit einem ausreichenden Sichtfeld bestimmt rar gesät waren, mit Zeit und Muße in einer Nachbetrachtung ansehen. An die 50 Videos stehen in Youtube, von allen Seiten, Blickwinkeln, Perspektiven, von unten, aus der Luft, gefilmt von einer Drohne, in den Phasen des Einsturzes, in Zeitlupe, mit der alles umhüllenden Staubwolke, oder wie auch immer. Gegen 8:30 Uhr heute Morgen habe ich das Präzisionswerk der Sprengmeister bewundert. Fragmente des einstigen Hochhauses sind in sich zusammen gesackt, Berge von Schutt füllen die ausgeschachtete Grube aus, nichts ragt über den aufgeschütteten Wall von Erdreich hinaus. Eine saubere Arbeit.

21. März 2017

„Challenge Digitalisierung“, dieses Modewort soll in neue Zukunftsdimensionen weisen, die maßgeblich auf Informations- und Kommunikationstechnologien aufbauen. Alle reden davon: Jeder ist mit jedem und allem vernetzt, Datenhaltungen in den Untiefen des Netzes, Datenwürfel mit unbeschreiblichen Volumina, virtuelle Kommunikation über Communities und Chatrooms, eine Transformationen der alltäglichen Dinge über das Internet, alles natürlich in einer papierlosen Form ohne jegliche Schriftstücke. Derweil betrachte ich die im Verlauf von Jahrzehnten angewachsene Welt aus Papier: Bücher, alte Zeitschriften, ausgeschnittene Zeitungsartikel, Wörterbücher, alte Tagebücher. Eine Welt ohne Google oder Wikipedia erscheint aus heutiger Sicht undenkbar, ungeheuer schwerfällig und als Kraftakt, alles notwendige Wissen in Papierform bereitzuhalten, herauszuschreiben und zusammenzuführen. Die Zeiten liegen gar nicht so lange zurück, dass wir uns in dieser alten Welt aus Papier zurechtgefunden haben. Wir alle würden uns verbiegen, diese Welt zu entsorgen. Selbst wenn man alles auf Informations- und Kommunikationstechnologien im Netz umstellen würde, würde ein wesentliches Stück von Intelligenz verloren gehen, dessen Substanz sich in Schriftstücken dokumentiert hat.

22. März 2017

Live erleben – ins Theater gehen. So machte Bernd Hoecker zwischendurch Werbung in eigener Sache für das Theater in der Springmaus, wo wir sein Programm „So liegen Sie richtig falsch“ miterlebten. In seinem Programm bezog er das Publikum mit ein – und prompt fand ich nicht die richtigen Worte, als er mich direkt, auf den vorderen Plätzen sitzend, ansprach, wo ich denn arbeiten würde ich was ich den ganzen Tag gemacht hätte. Nicht nur meine Ratlosigkeit auf seine bohrenden Rückfragen lieferten eine Steilvorlage für seinen Humor, sondern auch sein Konzept, wie er sein Programm aufgebaut hatte. Es ging um allerlei Irrtümer, Wahrnehmungsverzerrungen, die Mehrdeutigkeit von Begriffen und auch Fehlurteile, denen wir alle unterliegen. Über eine App ließ er die Zuschauer Fragen beantworten, dessen vorgegebene Antworten meist ein anderes Ergebnis lieferten, als man es gemeinhin vermutet hätte. Seine Witze ließen Tiefgang erkennen, wenn er etwa sein Wissen über die Helme der Germanen, über diese und jene Reliquie oder über die Validität von statistischen Zusammenhängen mit dem Publikum teilte. Der Höhepunkt kam zum Schluß, als er singend die unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen von Zimmerlautstärke auseinander nahm. Einmal ein weicher Gitarrensound, das andere Mal Hardrock. Bei dem Stück, dem er den Titel „Zimmerlautstärke“ gab, flogen die Fetzen. Ein unterhaltsamer und schöner Abend mit Bernd Hoecker.

23. März 2017

Eine vielleicht etwas merkwürdige Kombination: Autoverkehr und Siebengebirge. Aber genau auf diese Art und Weise erlebe ich diese Kombination allmorgendlich, wenn ich mit dem Fahrrad ins Büro fahre. In der Ferne baut sich das Siebengebirge auf. Vor der Siegbrücke erscheint langsam der Ölberg im Blickfeld, hinter der Siegbrücke formieren sich allmählich die weiteren Berge des Siebengebirges. Zähflüssiger Autoverkehr begleitet die Fahrbahn des abgetrennten Radweges. Mit dem Autoverkehr wirkt der Ölberg banal und verdrängt seine majestätische Größe. Erst hinter der großen Verkehrsampel an der Autobahnauffahrt gelingt es, Hektik und Verkehr wegzudenken, um die Schönheit des Siebengebirges wahrzunehmen.

24. März 2017

Die Facetten des Frühlings sind so reichhaltig, dass man Tag für Tag neue Posts in immer bunteren Farben des Frühlings versenden könnte. Ich beschränke mich auf einzelne, schöne, bunte Schlaglichter. So der weiße Blütenteppich, dessen Bezeichnungen der Blütenart ich nicht kenne. Das viereckige Beet ist ausladend groß mit dem Portal der evangelischen Kreuzkirche im Hintergrund, eingerahmt von Kastanienbäumen.

25. März 2017

Steht Mc Donald’s mit dem Rücken zur Wand ? Sind ihnen so viele Kunden weggelaufen, dass sie zu ungewöhnlichen Methoden der Marktkommunikation greifen müssen ? Werbung und Wahrheit verhalten sich üblicherweise wie Feuer und Wasser zueinander, sie beißen sich gegenseitig und ihre Botschaften laufen diametral auseinander. Es ist erstaunlich, dass Mc Donald’s mit einem Mal auf einem Gedankengut aufsetzt, das die Philosophie der griechischen Antike einst thematisiert hatte: „Selbstbefriedigung macht blind.“ Aristippos von Kyrene hatte um 400 vor Christus die These aufgestellt, dass man einen Zustand vollkommener Glücks erreichen könne, wenn der Mensch seine Lust maximieren würde und jeglichen Schmerz vermeiden würde. Dieses Prinzip der Selbstbefriedigung nannte man auch Hedonismus. Genau nach diesem Prinzip arbeitet die Werbung: Bedürfnisse, die vorher im Verborgenen schlummerten, bei Kunden wecken, das Ego des Kunden heraus stellen, die auf die Bedürfnisse passenden Produkte und Dienstleistungen bereitstellen, die die Kunden dann nach dem Lustprinzip befriedigen. Wie zu erwarten, fand der Hedonismus einige Widersacher. Die Stoa, die um 300 vor Christus entstand und die man als Gegenbewegung auffassen kann, stellte dann wieder die Enthaltsamkeit und die Reduzierung von Ansprüchen in den Vordergrund. „Selbstbefriedigung macht blind“ – so hätte es wohl auch ein Stoiker formulieren können.

26. März 2017

In der Grafschaft. Eine Komposition des Frühlings, irgendwo zwischen Eckendorf und Beller. Die Obstgehölze, noch winterlich kahl, bereiten sich vor auf die Wachstumszeit. Die zusammengerollten Netze, die auf ihnen liegen, lassen die Obstplantagen wie Hallen erscheinen, wenn diese aufgespannt sein werden. In der Mitte des Bildes fixiert, umgeben unterschiedliche Landschaftsformen den alleinstehenden Baum. Im Hintergrund die schwache Andeutung des Siebengebirges, davor Streifen und Rechtecke von Feldern, dann, quer durch das Bild verlaufend, Apfel-, Obst- und Gemüseanbau, im Vordergrund am Wegesrand jede Menge Stroh, um die Felder für den Gemüseanbau vorzubereiten. Die Grafschaft, ein großes, zusammenhängendes Gebiet der Obst- und Gemüsekultur.

27. März 2017

Der Jahresverlauf, markiert durch große und kleine Events. Kirchliche Feste, Weihnachten, Ostern, Erntedank, Allerheiligen, laufen allen anderen Events voran, auch große Sportereignisse, Fußball-Weltmeisterschaften, Marathonläufe, Tour de France und so weiter. Die großen kirchlichen Events stecken voller Symbolik, Sportereignisse und andere Großevents wecken die Begeisterung der Massen. Im Familienkreis sind die kleinen Events viel bedeutender: Geburtstage, Theaterbesuche, Kunstausstellungen, Flohmärkte, das Weihnachtssingen in der Realschule, die Buchausstellung des Fördervereins der Behinderten und so weiter. Natürlich mischen auch Vereine als Orte der Geselligkeit bei all den kleinen Events mit. All die kleinen Events sind unauffällig, nur wenige nehmen Notiz davon, aber sie sind mit viel Aufwand, Liebe und Mühe gestaltet. Im Jahreskreis helfen sie, ein Stück weit die Zeit anzuhalten. Bewusster leben und bewusster mitzuerleben, damit die Zeit nicht im Eiltempo vorbei rauscht. Den Räuchertag des Angelvereins werde ich sicherlich nicht besuchen. Ich bin aber überzeugt davon, dass dieser Räuchertag hübsch gestaltet sein wird.

28. März 2017

Ein Ort, den ich sonst nur aus der flüchtigen und schnellen Bewegung, aus dem Blickwinkel als Fahrradfahrer kenne. Der Blickwinkel verändert sich, wenn man an diesem Ort, wo die Autofähre von Godesberg nach Niederdollendorf übersetzt, gezielt innehält. Eine Imbissbude, wartende Autofahrer vor dem Stoppschild der in den Rhein stürzenden Straße, Fahrradfahrer, Spaziergänger, die vorbeifahrende Buslinie 601, Last- und Containerschiffe auf dem Rhein. Der Imbiss an der Rheinfähre ist in der Mittagszeit nicht sonderlich frequentiert. Der Kaffee aus dem heißen und dampfenden Becher weckt beim Blick auf das Siebengebirge die Lebensgeister und das Beobachtungsvermögen. Ich lerne, dass einige Imbisse nach den Rheinkilometern benannt sind, so dieser Imbiss „Rheinbiss“ bei Rheinkilometer 648. Lustlos stopft ein Endvierziger seine Fritten mit Mayonnaise in sich hinein, am meisten Spektakel machen zwei Jungs im Grundschulalter, die ihren Eltern auf Englisch vorsingen: „Twinkle twinkle little star“. „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, diese deutsche Melodie höre ich heraus. Weihnachtsstimmung Ende März ? Das klärt sich aber im Kontext von Europa auf. 1761 aus Frankreich kommend, wurde die Melodie „Twinkle twinkle little star“ in England als Wiegenlied komponiert. Hoffmann von Fallersleben, der die deutsche Nationalhyme schrieb, komponierte 1835 das englische Wiegenlied in ein deutsches Weihnachtslied um. Also ein Schnittpunkt europäischen Kulturgutes bei Rheinkilometer 648.

29. März 2017

Industrie und Kapital hatten stets einen großen Bogen um Bonn gemacht. Vom Prinzip her hat sich im Zeitverlauf nichts daran geändert, denn Fabriken und rauchende Schlote krallen sich mehr um Düsseldorf, Köln oder den Braunkohletagebau herum. Kautex , Solarworld oder Eaton sind wenige Gegenbeispiele für Konzerne in Bonn, die ein paar Nummern größer sind als die niedrigere Kapitalisierung des Mittelstandes. Gleichwohl ist Bonn seit eh und je ein großer Anziehungspunkt für Denker und Lenker industriellen Kapitals gewesen, was deren Wohnbedürfnisse betrifft. Villen voller Pomp und Prunk von Industriellen reihen sich die Rheinuferpromenade entlang, so die Villa Deichmann des Kölner Bankiers Otto Deichmann. 1902 fertiggestellt, hatte der Hofarchitekt von Kaiser Wilhelm II., Ernst von Ihne, den Prachtbau geplant. Dass der Banker auf ganz viel Kapital gesessen hatte, sieht man der Villa an. Der Wohnkomfort ist exklusiv, mit dem runden Erker, dem Zierfachwerk und dem direkten Blick auf den Rhein und das Siebengebirge.

30. März 2017

Werden die Verantwortlichen jemals aus ihren Fehlern lernen, dass bei großen Bauvorhaben die Kosten ins Unermessliche steigen ? Mit Angst und Schrecken schauen wir daher auf prestigeträchtige Bauvorhaben, wie etwa der Neubau auf dem UN-Campus zwischen dem ehemaligen Plenarsaal und dem Wasserwerk. Niemand wird sich dem Neubau verschließen können, denn er bedeutet Arbeitsplätze, Ansehen, Prestige und eine neue Standortbestimmung. 330 UN-Mitarbeitern soll der Glasklotz, der 17 Stockwerke in die Höhe wachsen soll, mit seinen Büros Platz bieten. Es dürfte so manchem Steuerzahler die Sprache verschlagen, dass das WCCB-Tagungshotel mit all seinen Skandalen, Strafprozessen und Verurteilungen in Sichtweite anmutig auf die Baustelle herunter schaut. Unsummen in dreistelligen Millionenbeträgen wird der Steuerzahler - im Endeffekt - auf die ursprüngliche Kostenschätzung des WCCB drauf zahlen müssen. Kurz nach Baubeginn wird niemand absehen können, ob der UN-Neubau mehr kosten wird als die kalkulierten Baukosten von 72 Millionen Euro. Niemand wird durch blicken lassen, ob die 72 Millionen Euro einfach nur gedeckelt worden sind – wie beim WCCB. Sind bestimmte Grundausstattungen gar nicht in dem gedeckelten Budget enthalten, kommen Sonderwünsche hinzu oder arbeiten Firmen schlampig: dann können es leicht mehr als die 72 Millionen Euro werden. Die Wette, ob es bei den 72 Millionen bleibt, würde man bestimmt verlieren.

31. März 2017

Drei Tage ohne unser kleines Mädchen, die auf Klassenfahrt in die Eifel war. Gestern Abend hatten wir dies genossen, indem wir zu zweit beim Griechen essen waren. Abgeschirmt, für uns zwei alleine, hatte es uns in der Romantik des Fachwerkgebälks lecker geschmeckt. Heute dann ein allgemeines Durcheinander an der Busschleife vor der Realschule. Die beiden Busse waren zu früh. Sie kamen mir entgegen, als sie auf die Oberstraße in Richtung Bonn eingebogen waren. Derweil war ich mit meinem Fahrrad, von meinem Arbeitsplatz kommend, in Richtung Realschule unterwegs, wo sich die umliegenden Parkplätze mit den Autos der abholenden Eltern gefüllt hatten. Planlos rannten Schüler hin und her, als ich an der Busschleife mit dem Wendehammer angekommen war. Genau 18 Minuten war der Bus zu früh, das signalisierte mir mein Handy, und ungefähr in demselben Moment kam mir auch unser kleines Mädchen entgegen, bepackt und Rucksack und Reisetasche. Eine zeitlang dauerte es noch, bis meine Frau mit unserem Auto erschien. „Wann kommt denn die Mama … „ ein wenig musste sich unser kleines Mädchen in Geduld üben, wenn die Busfahrer die Pufferzeiten für Staus und Verkehrsbehinderungen zu großzügig kalkuliert hatten.

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