Tagebuch Juli 2016

1. Juli 2016

Herzlichen Dank für all die lieben Glückwünsche zu meinem Geburtstag. Gestern bereits hatte unser Nachbar Geburtstag, der uns eingeladen hatte. Wir aßen Paella, tranken frisch gezapftes Kölsch, und um 12 Uhr feierte ich mit denjenigen Geburtstagsgästen, die übrig geblieben waren, in meinen eigenen Geburtstag hinein. Tagsüber häuften sich die Glückwünsche: Arbeitskollegen standen Spalier in meinem Büro, Glückwünsche in meinen E-Mail-Eingängen, häufige Telefonanrufe, zuHause fiel mir meine Familie um den Hals. Nach 20 Uhr besuchten uns dann Freunde, um mir persönlich zu gratulieren. Sie brachten zwei Geschenke mit, ein Buch von Ayyan Hirsi Ali, einer Islamkritikerin, das ich mir gewünscht hatte, und eine Flasche Bordeaux. Ein schöner Tag mit einem schönen Ausklang. Nächsten Sonntag habe ich meine Freunde zu einer Stadtführung durch Köln eingeladen, die wir in dem Brauhaus „Zur Malzmühle“ am Heumarkt ausklingen lassen wollen. Herzlichen Dank nochmals für all die Facebook-Glückwünsche, die zahlenmäßig alle anderen Glückwünsche, sei es per E-Mail, SMS, what’s app, persönlich oder an meinem Arbeitsplatz, übertroffen haben.

2. Juli 2016

Seit der letzten Woche heißt es: Französisch üben. Über meinen Blog habe ich zwar nur wenige persönliche Blog-Bekanntschaften gemacht, aber in der nächsten Woche kommt ein weiteres persönliches Kennenlernen hinzu. Und dies gleich in unserem Nachbarland Frankreich. Mit MamLea, das ist ihr Pseudonym als Bloggerin, war ich in Kontakt getreten, als ich einen Post über eine Glocke in der romanischen Kirche von Schwarz-Rheindorf geschrieben hatte, die in der Napoleonischen Epoche nach Frankreich verschleppt worden war und 1962 wieder von Mirecourt in Lothringen nach Bonn zurück gegeben worden war. Im Jahr 1962 war dies ein großer Staatsakt, bei dem auch Konrad Adenauer und Charles de Gaulle anwesend waren. Auf kleinerer Ebene findet nun ein weiteres Stück der Völkerverständigung statt. In der nächsten Woche fahre ich für einen Tag nach Nancy in Lothringen, wo mir MamLea und ihr Ehemann ihre Stadt Nancy zeigen wollen. Wie ein Flitzebogen bin ich gespannt. Bis dahin heißt es Französisch üben, üben, üben, damit wir uns auf sprachlicher Ebene verständigen können, da beide kein Deutsch sprechen (MamLea spricht aber Englisch !). Meine letzten Französisch-Übungen liegen mittlerweile fünf Jahre zurück, als sich mein Volkshochschul-Französisch-Kurs aufgelöst hatte.

4. Juli 2016

Eine Vorläuferkirche, die noch früher als der Kölner Dom entstanden war ? Meine Phantasie stößt an ihre Grenzen, um mir bei der unermesslichen Größe des Doms eine Vorläuferkirche vorzustellen, was gewesen ist, bevor der Dom da war. Auch nach dem Untergang des römischen Reiches siedelten die Franken in der einstigen Römerstadt und nutzten deren Infrastruktur. Wenngleich in romanischem Baustil nicht in den Himmel gebaut, war die Grundfläche des Vorläuferbaus des Doms ähnlich dimensioniert. Solche karolingischen Bauten haben sich in ihrer Größe bis heute nicht erhalten, am meisten davon rund um den Dom in Aachen. Mit meinem Interesse an Kultur und Geschichte, hatte ich meine Freunde zu einer Führung durch Köln zu dem Thema „Verzällcher un Histörcher“ eingeladen. Die zertifizierte Stadtführerin Elke Hecker war, so wie ich sie bereits zweimal erlebt hatte, brilliant. Was nach der Römerzeit vor der Grundsteinlegung des Doms im Jahr 1248 war, interessierte mich besonders. Der Übergang von der Römerzeit ins Mittelalter fand sich in der Tiefgarage unter der Domplatte. Ein Baptiserium, hinein gepfercht zwischen Beton, war Teil der mittelalterlichen Vorläuferkirche des Doms. Die Stadtführerin Elke Hecker zeigte uns dann eine Zeichnung, wie die Vorläuferkirche aus ndem 9. Jahrhundert einst ausgesehen haben musste. Grandios. Klein, geduckt und demütig, ein bißchen wie das Kloster Reichenau am Bodensee, aber in Größenordnungen, die der alten Römerhauptstadt der Provinz Niedergermanien würdig waren. Die Stadtführerin Elke Hecker erzählte aber noch sehr viel mehr, was ich über Köln überhaupt noch nicht wusste. Was es mit dem „Kallendresser“ auf sich hat, wie der Kölsche Adel „Schmitz“ sich in der Schmitz-Säule verewigt hat, wie Rezepturen eines Parfüms nach Köln gelangten oder wieso Konrad Adenauer nicht schein-heilig gesprochen wurde und vieles mehr. Ein hoch interessanter Nachmittag, der allen Geburtstags-Gästen bestens gefallen hatte.

5. Juli 2016

Welcher Rheinländer kennt diesen Ausblick nicht ? Im Grunde genommen, ist der Drachenfels eine Art Pflichtprogramm, bei den Abertausenden, die von Königswinter aus die 326 Meter hoch gelegene Burgruine besteigen. Nicht umsonst bezeichnet man ihn als den höchsten Berg Hollands bei so vielen Niederländern, denen der Berggipfel wahrscheinlich so vorkommt, als ob wir Rheinländer vor der Bergwelt der Alpen erblassen. So ganz Pflichtprogramm war Drachenfels wieder nicht, als wir den gestrigen Tag mit unserer Dienststelle erwanderten. Königswinter, Nachtigallental, Drachenburg, dann der mächtige Aufstieg auf den Drachenfels, danach über Rhöndorf und den Fußweg am Rhein nach Königswinter zurück. Da ich nicht so riesig oft auf dem Drachenfels war, genoß ich den wirklich schönen Ausblick. Es mag allumfassendere Ausblicke von den Bergen des Siebengebirges geben – etwa vom Ölberg oder von der Löwenburg aus – viel romantischer ist der Drachenfels, weil der Rhein geradezu senkrecht zu Füßen liegt. So entfaltet er seine vollendete Schönheit, die Scharen von Dichtern, Denkern, Staatsmännern und Reisende aller Nationalitäten im 19. Jahrhundert in seinen Bann gezogen hat. Auf dieser Rheinseite scharen sich rheinaufwärts die Häuser von Rhöndorf zusammen, etwas weiter umfließt der alte Rheinarm die Halbinsel Grafenwerth. Daneben zerteilt die Insel Nonnenwerth die Fluchtlinie des Rheins. Das Pendant zum Drachenfels auf der anderen Rheinseite, der Rolandsbogen ragt etwas undeutlich aus den ansteigenden Hängen des Rodderbergs heraus. So ist der Ausblick vom Drachenfels, wunderschön und werktags nachmittags auch nicht überlaufen.

6. Juli 2016

Nicht nur für unser kleines Mädchen, auch für meine Ehefrau Iris neigt sich das Schuljahr seinem Ende zu, unwiderruflich. Ihre Unterrichtsveranstaltungen ticken im Rhythmus des Schuljahres, und so wurde heute das Schuljahr abgeschlossen. Traditionsgemäß hat die Fachschule für Wirtschaft einen Grillplatz in Alfter-Witterschlick mitten im Wald angemietet. Dort werden nicht nur Fleisch, Würstchen, Salate vom Grill verspeist, sondern als Zugabe für das vergangene Schuljahr werden die Zeugnisse ausgehändigt. Dieses konnte sich bei meiner Ehefrau Iris zur Erreichung des akademischen Grades einer staatlich geprüften Betriebswirtin sehen lassen: zweimal eine 3, zweimal eine 2 und zweimal eine 1. Dazu herzlichen Glückwunsch ! Das Ende der Fachschule für Wirtschaft rückt nun allmählich näher: im Dezember diesen Jahres darf sie sich der Prozedur der Abschlussprüfung unterziehen. Damit meine EhefrauIris mit ihren Mitschülern gebührend anstoßen konnte, habe ich sie nach Alfter-Witterschlick hin- und wieder zurück gefahren. Bei der Rückfahrt habe ich den Sonnenuntergang über dem Vorgebirge genossen. Auf Nebenstrecken habe ich meine Ehefrau Iris über die Dörfer von Alfter am Grillplatz abgeholt. In Gielsdorf habe ich einen kurzen Stopp gemacht, um die Atmosphäre des Dorfes an den Hängen des Vorgebirges einzufangen.

7. Juli 2016

Interessante Aktion auf der Kennedybrücke. Mitten auf der Brücke hatte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) einen Stand aufgebaut, wo er den Fahrradfahrern Kaffee und Kekse kostenlos anbot. Dieses Angebot nahm ich dankend an. Der ADFC war nicht nur darauf aus, neue Mitglieder zu gewinnen, sondern er erläuterte auch seine Aktionen: ein neues Fahrradstraßen-Konzept für das Bonner Stadtgebiet, die Organisation der Radreisemesse, eine Radfahrschule für Flüchtlinge, organisierte Radtouren und vieles mehr. Der Kontakt mit Städten und Kommunen verlaufe nicht immer reibungslos, da etliche notwendige Vorhaben nicht realisiert würden. Mal scheitere es am Geld, mal am Willen der Verantwortlichen. Für unseren Stadtbereich von Niederkassel kann ich dies nur bestätigen: so manche viel befahrene Landstraße hat keinen eigenen Radweg, anstatt dessen muss man sich auf umständlichen Wegen durch die Felder orientieren. Der Zustand einiger Radwege ist durch Unebenheiten und Schlaglöchern katastrophal. Eigene farbliche Kennzeichnungen von Radwegen auf der Fahrbahn gibt es praktisch nicht. In unserer Stadt gibt es in dieser Hinsicht noch viel zu tun. Nicht umsonst ist unsere Stadt Niederkassel beim Fahrradklimatest 2014 auf den hintersten Rängen gelandet. Es war aber eine gelungene Aktion des ADFC auf der Bonner Kennedybrücke. Nebenher habe ich mich mit anderen Fahrradfahrern austauschen können, die auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz die umweltfreundliche und CO2-freie Fahrradvariante bevorzugen.

8. Juli 2016

Herbe Enttäuschung bei der Fußball-Europameisterschaft. Die deutsche Mannschaft war im Halbfinale der französischen Equipe in allen Belangen überlegen, mehr Ballbesitz, mehr Spielanteile, mehr gewonnene Zweikämpfe, mehr Ecken, mehr Torraumszenen, mehr Torschüsse. Nur beim Ergebnis nicht. 0:2 hieß es am Ende. Ein dämlicher Handelfmeter und ein unglücklicher Schweinsteiger, ein verletzter Boateng und Schludrigkeiten in der Abwehr, und prompt lagen Ösil, Kroos, Schweinsteiger & Co 0:2 hinten. Das war bitter und es war auch einiges Pech dabei. Die deutsche Mannschaft konnte jedenfalls erhobenen Hauptes und in dem Bewußtsein, alles trotz widriger Ausgangsbedingungen gegeben zu haben, als Verlierer vom Platz gehen. Was bleibt, ist der Biss, sich erstmals gegen die Italiener bei einem großen Turnier durchgesetzt zu haben. Alleine dies verschafft mir eine Genugtuung. Und nun gönne ich es den Franzosen, dass sie gegen die Portugiesen vielleicht sogar die Europameisterschaft gewinnen.

9. Juli 2016

Heute tat sich ein Zeitfenster von rund fünf Stunden auf, welches ich dann genutzt habe. Der wesentliche Anlass war, dass meine Vorräte von Trappistenbier zur Neige gegangen waren und längst hätten aufgefüllt werden müssen. Bei uns in Deutschland gibt es Trappistenbiere nur in extremen Ausnahmefällen zu kaufen. Dazu habe ich heute einen Kurztripp in die Niederlande und nach Belgien gemacht. Erst Maastricht in den Niederlanden, wo ich unter anderem in einem der ungewöhnlichsten Buchhandlungen auf der Welt herum geschmökert habe: einer Buchhandlung, die in einer früheren Kirche untergebracht ist. Zwei Niederländische Zeitungen studierend, habe ich danach relativ lange Zeit in einem Café verbracht. Dann ging es über die Autobahn in Richtung Lüttich nach Visé in Belgien. In einem Supermarkt habe ich mich dort mit den Trappistenbier-Sorten „Cuvée de Ciney“, „Westmalle“, „Chimay“, „Leffe“ und „La Chouffe“ eingedeckt. Der Bedarf für ungefähr ein halbes Jahr dürfte gedeckt sein. Ebenso habe ich die Stadt, die an vielen Ecken mit vielen Originalfotos die Zerstörungen im August 1914 veranschaulicht, mit meiner Digitalkamera erkundet. Die Geschichte Visés ist übrigens sehr alt und reicht in das frühe Mittelalter zurück. Zum Abschluss habe es mir nicht nehmen lassen, eine belgische Portion Fritten zu essen. Solch einen Geschmack von Fritten schaffen nur die Belgier, so wie die Fritten nach frischen Kartoffeln schmecken. Schließlich ist es Tradition belgischer Friterien, diese direkt aus geschälten Kartoffeln herzustellen, einmal vorzubacken im Fett und dann für den Kunden diese cross zu backen. Es liegen Geschmackswelten zwischen belgischen und deutschen Fritten. Industriell vorbereitet, werden Fritten bei uns in Deutschland zum Junk Food. Einmal in das Fett hinein schmeißen, und ab in die Verdauung. Schmeckt nach nichts.

10. Juli 2016

Familienausflug in das Sauerland. Seit mittlerweile fünfzehn Jahren ist es zur Tradition geworden, dass wir uns in Elspe die Karl-May-Festspiele ansehen. Gestern war es wieder soweit. Geschichten und Szenen ähneln sich von Jahr zu Jahr, die Bösen kämpfen stets gegen die Guten, wobei das Gute siegt. Old Shatterhand, Winnetou & Co sind uns nie langweilig geworden. Live auf der Freilichtbühne, fabelhafte Darsteller auf rassigen Pferden, wunderbare Kostüme, die Szenen wechseln von Witz und Komik zu Kampfszenen, Action und Explosionen. Wenngleich die Aufführungen nichts mehr mit den Romanen von Karl May zu tun haben: die Festspiele sind Kult und Familienerlebnis.

12. Juli 2016

So viele französische Verben, Präpositionen, Konjugationen, Deklinationen, da wurde mir irgendwann schwindelig. Das Gespräch auf Französisch mitMicheline Montagne und ihrem Ehemann Paul klappte gut bis ausgezeichnet, nur nach mehreren Stunden Erzählen sank meine Konzentration regelrecht in den Keller. Ich wollte nicht permanent in meinem Wörterbuch nachschlagen, und selbst einfache Worte fielen mir nicht mehr ein. Wir verstanden uns dennoch prächtig, als die beiden mich durch ihre Stadt Nancy führten. Eine wunderschöne Stadt. Der Geist des polnischen Herzogs Stanislas Leszczynski, gestorben 1738, geistert in vielen Ecken der Innenstadt von Nancy herum, nicht nur auf dem Platz mit seinem Denkmal, der mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt worden ist. Dass Stanislas Leszczynski die Herrschaft von Lothringen übertragen wurde, war im europäischen Kontext dieser Epoche durchaus üblich, als Europa noch aus lauter Fürstentümern, Grafschaften und Kleinstaaten bestand. Frankreich plazierte den Schwiegervater des französischen Königs Ludwig XV., um seine eigenen Machtansprüche durchzusetzen. Zum einen verkörperte Stanislas Leszczynski eine Übergangslösung, weil nach seinem Tod das Herzogtum Lothringen automatisch an Frankreich fiel. Zum anderen destablisierte Frankreich das Königreich Polen, wodurch es Habsburg erschwert wurde, neben Russland Gebietsansprüche in Polen durchzusetzen. Habsburg sollte nämlich geschwächt werden. Die Geschlossenheit des „place Stanislas“ beeindruckt. Vom Prinzip her ist der Platz so belassen worden, wie er seit dem Zeitalter der Aufklärung existiert.

13. Juli 2016

Heute kein üppiges Drei-Gänge-Menü, sondern biedere Hausmannskost. Ich habe Klöße gemacht, dazu Gehacktessoße. Die Gastronomie in Frankreich und in Deutschland. Das Restaurant „A la table du bon roi Stanislas“ in Nancy bestätigte gestern meine Eindrücke von früher, dass das Essen in Frankreich einen komplett anderen Stellenwert genießt. Etwas mehr als zwei Stunden hatten wir zu Mittag gegessen, und ich hatte bei der Speisenauswahl so meine Probleme, mich durch die französisch-sprachige Speisekarte zu wursteln. 37 € kostete das Menü, für deutsche Verhältnisse durchaus ein stolzer Preis. Als Vorspeise wählte ich „bouchée Marie Leszczynska“, als Hauptspeise „Filet d'Omble Chevalier, sauce à l'Orange" und als Nachspeise "Baba au Vin de Tokaji et Neige de Safran“. Dem Kellner und meinen Gastgebern Micheline Montagne und Paul gelang es zu umschreiben, dass sich hinter diesen klangvollen Namen die deutschen Synonyme einer Königinnenpastete, einer Forelle und eines Gugelhupfs mit Safraneis verbargen. Die Mahlzeiten bestimmen maßgeblich den Tagesablauf, und dafür nehme man sich halt Zeit, das erläuterten mir meine Gastgeber. Während der Arbeitszeit sei naturgemäß eine dermaßen ausgiebige Mittagsmahlzeit nicht möglich, außerdem gäbe es finanzielle Restriktionen, wie oft man sich dies leisten könne. Die französische Küche habe sich auch dahingehend angepasst, dass einige Restaurants ein Schnitzel – escaloppe de veau auf französisch – anbieten in einer Preislage von 15 € mit Pommes Frites und Salat, wie wir es in Deutschland kennen. Die Auswahl von Restaurants war in der Innenstadt von Nancy nicht unerheblich, es gab manche Straßenzüge nur mit Restaurants. Und die Speisekarten lasen sich nicht standardisiert, sondern jedes Restaurant gab sich Mühe, die Menüs mit klangvollen Namen und einer eigenen Note zu aufzuhübschen. Genau so schmeckte das Menü in unserem Restaurant „A la table du bon roi Stanislas“. Alles hatte seine eigene, feine Art der Zubereitung. Imbissbuden jeglicher Nationalität, wie man sie hierzulande in Deutschland wie Sand am Meer vorfindet, hätten in diese gastronomische Landschaft gar nicht hinein gepaßt. Ja, es gäbe Kebab in Nancy, das erläuterten mir meine Gastgeber, nicht einmal Friterien, ein bißchen Mc Donald’s. Nach den zweieinhalb Stunden Mittagessen hatte ich das Gefühl, dass wir Deutschen irgendetwas falsch machen mit unserer Esskultur. Wenn man außer Acht läßt, dass man über ein solches Zeitfenster von zwei Stunden nicht beliebig verfügen kann.

14. Juli 2016

Das Thema Inklusion wird hierzulande heiß diskutiert, so in Schulen, wo Sonderpädagogen fehlen, damit behinderte und nicht behinderte Schüler gemeinsam lernen können. Die Konzepte, die sich die Verantwortlichen am grünen Tisch ausgedacht haben, drohen am fehlenden Geld zu scheitern. Es gibt aber auch Ansätze, wo die Inklusion schon immer funktioniert hat: in Behindertenwerkstätten über den Arbeitsplatz. Diese betreiben unterschiedliche Werkstattbereiche, die sich an den Fähigkeiten der Behinderten orientieren. Jedermann kann eine Behindertenwerkstatt beauftragen, Arbeiten in den Werkstattbereichen für seinen Bedarf auszuführen. Wenig bekannt dürfte sein, dass bestimmte Bereiche zu gewöhnlichen Öffnungszeiten wie jedes andere Einzelhandelsgeschäft erreichbar sind. So die Heißmangel der Lebenshilfe Rhein-Sieg in Troisdorf, die von geistig Behinderten betrieben wird. Heute habe ich dort Mangelwäsche abgegeben und gleichzeitig andere Mangelwäsche abgeholt. Eine geistig Behinderte bediente mich an der Auftragsannahme, sie suchte die gemangelte Wäsche heraus, füllte einen Zettel mit der Auftragsnummer aus für die abgegebene Mangelwäsche und kassierte das Geld für die erbrachte Dienstleistung. Alles normal. Zwischen Regalen sah ich dann die Schar von geistig Behinderten die Wäsche bügeln, falten, zusammenfalten, einsortieren. So funktioniert Inklusion.

15. Juli 2016

In der Nacht registrierte ich den Live-Ticker, als sei es ein normaler Unfall. Erst am nächsten Morgen wurde mir klar, dass in Nizza einer derjenigen Terroranschläge geschehen war, der vergleichbar war mit dem Massaker in den Redaktionsräumen der Zeitschrift Charlie Hebdo oder im Konzertsaal Bataclan. Danach überfiel mich Trauer, Wut, und die Ohnmacht zu wissen, dass man gegen solche barbarischen Attacken machtlos ist. Noch vor drei Tagen war ich in Nancy, ohne solch einen Terroranschlag am anderen Ende Frankreichs voraus zu ahnen. Wie der Nationalfeiertag des 14. Juli gefeiert würde, das hatte ich nicht hinter fragt. Rund um den Place Stanislas war mir die Beflaggung an der Préfecture des Départements Meurthe-et-Moselle in Nancy aufgefallen. Vor meinem Besuch in Nancy hatte ich mehrere französischen Zeitungen gekauft. Die Zeitschrift „Le Point“ hatte einen Imam aus Kairo interviewt, der den islamischen Terrorismus wie folgt bewertet hatte : « Tous les groupes terroristes sons nouveux produits de l’impérialisme, au service du sionisme global dans sa novelle version, dans son complot destiné à détruire le Moyen-Orient et à déchirer la région Arabe. » Auf Deutsch: auch der Imperialismus des Westens – verursacht durch die europäischen Kolonialmächte – ist mit all seinen wirtschaftlichen Verflechtungen Schuld am Terrorismus, weil er die arabische Gesellschaft auseinander reißen will. Zusammen mit dem Erscheinungsbild des Islam wage ich dazu folgendes zu sagen : wir sollten zusammen halten, und wir sollten unsere europäischen Werte durch keinen dieser Terroranschläge in Frage stellen. Wenn der Islam dem Imperialismus die Schuld gibt, muss er sich auf Augenhöhe bewegen. Das dürfte nicht immer so sein, wenn der Islam aus irgendwelchen Elendsvierteln von Tunis, Algier oder Kairo auf uns Europäer schaut.

17. Juli 2016

Die erfolglose Suche nach einem Schulmäppchen, das unser kleines Mädchen für ihr neues Schuljahr benötigt. Im Saturn herum gestöbert, wo ich endlich ein USB-Kabel für meine neuen Canon-Digitalkamera zu meinem Laptop gefunden habe. Im Kaufhof eine typisch Kölsche Kaffeetasse als Geburtstagsgeschenk für einen Freund gekauft, bei dem wir heute Abend vorbei geschaut haben. Im Kaufhof-DINEA-Restaurant mit 10% Rabatt für 30 € mit vier Personen gegessen. Banalitäten der Bekleidung bei C&A gekauft: Unterhosen und ein kurzbeiniger Schlafanzug. Einkaufsbummel in Köln. Der Höhepunkt des Bummels war der Besuch im LEGO-Shop. Die Szenen aus dem Star Wars-Film „Das Erwachen der Macht“, dargestellt in LEGO, scheinen unerschöpflich. Unser kleines Mädchen wählte diesmal den Kampf um Takodana, wo Maz Kanata und Finn versuchen, sich gegen die Stormtrooper und Kylo Ren zur Wehr zu setzen. Sie wird ihr helles Vergnügen haben, das Star Wars-Set in den nächsten Tagen aufzubauen.

18. Juli 2016

T-Shirts für 2,50 €, Hemden für 5 €. Da musste doch etwas faul sein. Wenigstens: Primark war da ehrlich. „Made in Bangla-Desh“ eingenäht im Kragen, daraus konnten die Konsumenten ihre eigenen Schlüsse ziehen, durch welche Formen ökonomischer Ausbeutung solche Dumping-Preise durch eine gezielte Produktion in Niedriglohnländern erzielt werden. In der Öffentlichkeit regt sich daher Widerstand gegen Primark. So in Bonn, wo eine Primark-Filiale auf dem noch umzubauenden Bahnhofsvorplatz Proteststürmen ausgesetzt ist. Für den Verbraucher sind solche Globalisierungen höchst intransparent: auch Jack Wolfskin, Ernsting’s Family, C&A, H&M oder KiK produzieren in Bangla-Desh, wobei jeder für sich behauptet, dass sich infolge der Produktion dieser Textilketten sowohl die Löhne wie die Arbeitsbedingungen verbessert haben. Solche Thesen werden kaum nachprüfbar sein, so dass jede Texteilkette so ungefähr das behaupten kann, was sie will. Dem Ansturm auf die Primark-Filiale am Kölner Neumarkt tat dies keinen Abbruch.

19. Juli 2016

Auge in Auge mit der chemischen Industrie. Während sich rheinaufwärts die romantischen Kurven des Siebengebirges und das schöpferische Band des Rheins stilvoll miteinander verbinden, hat rheinabwärts die Industrie die Schönheiten der Rheinuferlandschaft eingeholt. Die Destillieranlagen und die Schornsteine der Wesselinger Ölraffinierien schaffen es kaum, sich hinter hoch geschossenen Pappeln und Weiden am anderen Rheinufer zu verstecken. Lange, sehr lange habe ich gebraucht, um die petrochemische Industrie in Wesseling in das Blickfeld meiner Wahrnehmung zu rücken. Auf den zweiten Blick gelingt es mir, die chemischen Anlagen vor der schönen Rheinpromenade in Niederkassel-Lülsdorf nicht nur als häßlich wahrzunehmen.

20. Juli 2016

Tag 1 im LEGOLAND Deutschland: Seit mittlerweile 13 Jahren besuchen wir regelmäßig das LEGOLAND Deutschland in Günzburg, gelegen an der Autobahn A8 zwischen Ulm und Augsburg. An unserem Anreisetag herrschte eine Affenhitze mit mehr als 30 Grad. Ideale Außenbedingungen für Käpt’n Nicks Piratenschlacht. Nachdem wir das Piratenboot bestiegen hatten, wurde aus allen Rohren geschossen, von allen Seiten, was das Zeug hielt. Die Wasserschlacht war in vollem Gange. Feind zu Feind, Auge zu Auge spritzten wir uns gegenseitig nass, wenn sich bei Piratenboote feindselig gegenüber lagen. Wir hielten durch, und unsere Feinde schossen so viel Wasser zurück, dass wir anschließend bis auf die Knochen vor Nässe trieften. Ein Erlebnis, dass für eine willkommene Abkühlung bei den heißen Temperaturen sorgte.

21. Juli 2016

Tag 2 im LEGOLAND Deutschland: Da in einer wahren Ingenieursarbeit zusammen gebaut, ist das Miniland das eigentliche Kernstück des LEGOLAND Deutschland. Jedesmal bewundern wir, wie viel Detailarbeit auf die genaue Rekonstruktion europäischer Städte aufgewendet worden ist. Wir haben nicht parat, wie viele LEGO-Steine genau etwa auf die Städte Venedig oder Frankfurt verbaut worden sind. Es müssen aber unzählig viele sein. Obschon wir die Attraktionen des Minilandes schon so oft gesehen haben, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus: die Allianz-Arena des FC Bayern München – obschon wir überhaupt keine FC-Bayern-Fans sind -, der Hamburger Hafen, der Berliner Reichstag, der Eiffelturm, die Reichsburg zu Cochem an der Mosel, das Schloss Neuschwanstein, das Augsburger Rathaus aus der Renaissance, die Waterpoort in Sneek in den Niederlanden oder die Altstadt von Luzern in der Schweiz – es lohnt sich, auf die Details und die Gesamtkomposition aus LEGO-Steinen zu schauen.

22. Juli 2016

Tag 3 im LEGOLAND Deutschland: Wilde Achterbahnen, luftige Höhen, Geschwindigkeitsrausch von oben nach unten – so etwas ist nicht mein Ding. Mir fehlt da der feste Boden unter den Füßen. Attraktionen wie den Feuerdrachen, die Project-X-Teststrecke oder den Flying Ninjago schaue ich mir lieber von unten an, während die Schwindel erregende Fahrt dem Rest meiner Familie den nötigen Nervenkitzel verleiht. Es bleiben genügend ruhige Attraktionen übrig, wie die Hafenrundfahrt, die Techno-Schleuder, die Zugfahrt durch das LEGOLAND, die Tempel X-Pedition oder die Filmstudios, die auch mir zusagen, so dass der LEGOLAND-Besuch zum gemeinsamen Familienerlebnis wird.

23. Juli 2016

Tag 4 im LEGOLAND Deutschland: Mein Versuch, die Freizeitparkbesuche durch einen kulturellen Teil anzureichern, scheiterte kläglich. Ich hatte die Stadt Augsburg ins Visier genommen mit ihrer Geschichte aus der Römerzeit, mit dem Dom aus der Ottonischen Epoche, mit der Kaufmannsfamilie der Fugger, die maßgeblich das Bankenwesen im Mittelalter begründet hatte, oder mit dem Rathaus aus der Zeit der Renaissance. Zu groß war die Anziehungskraft der LEGOLAND-Attraktionen und zu spät waren wir nach Augsburg losgefahren. Wenigstens schafften wir es in das Museum der Augsburger Puppenkiste, wo die Marionetten von Jim Knopf oder Urmel aus dem Eis wie lebendig vor uns standen. Am Samstag Abend waren die Fahrattraktionen im LEGOLAND bis 21 Uhr geöffnet, danach spielte eine Band. Nach 22 Uhr beendete ein sprühendes Feuerwerk den schönen Tag.

24. Juli 2016

Tag 5 im LEGOLAND Deutschland: An unserem Abreisetag haben wir eingekauft. 10% Rabatt gibt es auf unserer Jahreskarte, und das haben wir in den Lego Shops ausgenutzt. Davon steht der größte Shop in LEGO City. Voll gepackt mit LEGO-Kartons, haben wir uns nach unseren Einkäufen in unserem Auto auf den Heimweg gemacht.

25. Juli 2016

Bedrohliche Szenerie am Parkplatz vor der Bäckerei. Nachdem wir gestern vom LEGOLAND zurück gekommen sind, haben Bagger das Eckhaus am Parkplatz platt gewalzt. Wo vorher das Grün, Gestrüpp und Gärten bis an den Parkplatz reichten, ist nun das Gelände nackt, entblößt und den baldigen Bauarbeiten unterworfen. Die Größe der Baugrube läßt schlimmes erahnen: hier werden keine Einfamilienhäuser, umgeben von gehegten und gepflegten Vorgärten, stehen. Das werden Klötze bis Bauklötze. Die Baugrube hat sich in größenwahnsinnigen Dimensionen ins Erdreich gefressen, dass eine maximale Anzahl von Wohnungen auf einem Minimum von Fläche entstehen wird. Wie an so manchen anderen Stellen in unserer Stadt. Ohne dass ich die Wohnarchitektur kenne, die hier hinein gepflanzt wird, bin ich bin sicher, dass es ein Ort der Entfremdung werden wird. All dieses Grün, diese gewachsenen und alten Strukturen auf dem Weg zur Bäckerei werde ich vergessen müssen.

27. Juli 2016

Dass Schafe Grasflächen am Rhein beweiden, dahinter steckt ein ausgeklügeltes System. Unabhängig von einer Schafbeweidung muss das Gras ohnehin kurz gehalten werden. Also können auch Schafe das Gras fressen. Sie fressen sogar noch großzügiger, in einer Gründlichkeit, wie sie kein Rasenmäher leisten kann. Das Gras fressen sie weg bis auf die Grasnarbe, Gehölze treiben erst gar nicht aus, Unkrautvegetationen werden nieder gemacht. Eine Schafherde verkörpert nicht nur eine unendliche Ruhe, sondern auch Landschafts- und Naturschutz.

28. Juli 2016

Unangenehme Überraschung von unserer Hausbank. Fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass wir die Konditionen und die Gebühren verschiedener Banken bei Girokonten unter die Lupe genommen hatten. Davor waren wir Kunde der Postbank, und in besagtem Jahr hatten wir die Postbank mit der Sparda Bank, der Raiffeisenbank und der PSD Bank Köln verglichen. Die Postbank, die Sparda Bank und die PSD Bank boten damals ein kostenloses Girokonto bei Nutzung des Online-Banking an. Den Ausschlag dafür, dass wir unser Girokonto von der Postbank zur PSD Bank Köln wechselten, war die kostenlose Zusendung der Kontoauszüge per Post, eine kostenlose Kreditkarte, die kostenlose Möglichkeit von Bargeldabhebungen an Geldautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken sowie ein paar wenige, zugegeben mickrige Guthabenzinsen auf dem Girokonto. Damals war es eine gewisse Aktion, alle Daueraufträge, Einzugsermächtigungen usw. umzuschwenken auf die PSD Bank Köln. Eine solche Aktion könnte uns nun erneut bevorstehen, da die PSD Bank Köln massiv ihre Gebühren erhöhen wird. Niedrigzins und ein wachsender aufsichtsrechtlicher Aufwand erfordern geschäftspolitische Antworten, so begründet dies die PSD Bank Köln in ihrem Schreiben, welches in der letzten Woche in unseren Briefkasten geflattert ist. Die Kontoführung soll nun 2,90 € im Monat kosten – trotz Online-Banking. Beim kostenfreien Girokonto kann man nur noch fünfmal im Monat ohne Gebühr an Geldautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken Geld abheben, das Porto für zugesandte Kontoauszüge muss bezahlt werden, für eine Kreditkarte müssen wir jährlich 29 € zahlen. Wir werden das sorgfältig durchrechnen und uns überlegen, ob wir Kunde der PSD Bank Köln bleiben werden.

29. Juli 2016

Im Urlaub viel zu lange geschlafen. Ein schlecht strukturierter Urlaubstag, an dem die Aktivitäten wenig koordiniert abliefen. Morgens zunächst ein Interview mit dem Schauspieler Hannes Jaenicke in der ZDF-Sendung „Volle Kanne“ geschaut, dann zur Datensicherung eine externe Festplatte gekauft. Draußen brachte der Regen immer wieder unsere Planungen durcheinander. Es regnete, dann hörte es auf, und wenn wir uns an unseren stark vernachlässigten Garten machen wollten, dann fing es wieder an zu regnen. Was ich schaffte, blieb daher Stückwerk: neuen Mantel auf meinem PEUGEOT-Rennrad montieren, Fahrradkörbe auf die Fahrräder meiner Ehefrau plus unseres kleinen Mädchens. Nachmittags ließen die Regenpausen endlich ein längeres Arbeiten im Garten zu: vier Hochbeete haben wir angelegt, die dann im nächsten Jahr hoffentlich reichlich Erträge an Gemüse bringen werden. Den restlichen Tag haben wir uns über Windows 10 geärgert. Erst sucht unser PC nach Updates, dann werden diese downgeloaded, die Meldung „Installation wird vorbereitet“ erscheint dann endlos und verschwindet nicht. Über die FAQ-Seite von Microsoft haben wir heraus gefunden, dass am letzten Tag, an dem Windows 10 kostenlos installiert werden kann, die Server überlastet sind. Abends haben wir dann das Fernsehprogramm genossen: Zurück in die Zukunft, Teil 3, und Zorro. Schade, dass Zorro eine erfundene Gestalt ist. So manche Vertriebene, Unterdrückte, Ausgebeutete oder vom Krieg Bedrohten könnten solch einen Zorro heutzutage gut gebrauchen.

30. Juli 2016

Die Panzerstraße, ein Geheimtipp zu später Stunde. Die Autofahrt führt unter eine düstere Baumallee, die sich überraschend zur Anhöhe des Rheindamms öffnet, dann stolpert die Panzerstraße über Verbundpflaster und einer schnörkellosen Linkskurve zum Rhein. Die Reihen parkender Autos haben sich in die Länge gezogen, so dass die abgelegene Stelle der sogenannten NATO-Rampe kein Ort der Einsamkeit ist. Über dem Rhein herrscht Stille, ein Schiff ankert, ein bedächtiges Zuschauen, das Warten auf den entscheidenden Moment. Sonnenuntergang über dem Rhein. Die letzten Sonnenstrahlen glitzern über den Häuserreihen von Wesseling-Urfeld.

31. Juli 2016

Die Plagegeister haben wieder zugeschlagen. Mit ihrem zarten und seidenen Grüntönen sehen die Raupen des Buchsbaumzünslers eigentlich ganz hübsch und niedlich aus. Wenn es nicht Schädlinge wären, die Blatt für Blatt unsere Buchsbäume kahl fressen und sich rasant vermehren. Nachdem sie bis in den Juni hinein verschwunden schienen, bevölkern sie seit einigen Wochen wieder unsere Buchsbaumbestände. Also haben wir sie mit einem Raupenbekämpfungsmittel gespritzt. Wir hoffen, dass wir sie damit wieder verscheuchen werden. Der Buchsbaumzünsler ist hartnäckig, das kennen wir aus den Vorjahren. Überall in unserer Nachbarschaft sehen wir kranke und in Mitleidenschaft gezogene Buchsbäume. Man muss konsequent sein. Wehleidig erinnere ich mich an das Geduldsspiel aus den Vorjahren, als wir mit unseren Händen jede Raupe einzeln eingesammelt hatten.

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