Tania Kambouri - Deutschland im Blaulicht-Notruf einer Polizistin

Als hätte sie die Kölner Silvesternacht voraus geahnt. Migranten sind hoch organisiert. Auf Zuruf, über Smartphones und soziale Netzwerke scharen sie sich zu Menschenmassen zusammen, so flexibel und anpassungsfähig, dass sie mehreren Hundertschaften von Polizisten überlegen sind. Die Migranten schotten sich als homogene Masse ab. Antanzen paart sich mit Kleinkriminalität: der pöbelnde, klauende, sexuell belästigende Mob überrollt unsere Polizei, die nach allen Kräften ihr bestes gibt, aber in ihren Abläufen, die Delikte aufzunehmen und die Identität der Täter festzustellen, hoffnungslos überfordert ist.

Die Polizistin Tania Kambouri, selbst Griechin mit Migrationshintergrund, hat ihr Buch „Deutschland im Blaulicht – Notruf einer Polizistin“ im Oktober 2015, vor den Ereignissen der Kölner Silvesternacht, veröffentlicht. Das Buch ist mittlerweile zum SPIEGEL-Bestseller avanciert – und das zu Recht. Seit 12 Jahren lang ist Tania Kambouri Streifenpolizistin in Bochum. Sie nimmt den Leser Live zu ihren Einsatzorten mit – und beschreibt dabei all den Kleinkram ihrer Polizeiarbeit, Einsatzorte, Tatorte, Ermittlungsarbeit, Vorkommnisse, Straftaten, Menschen, Familien, Einzelschicksale. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und benennt die Handlungsbedarfe.

Obschon ihr Buch rasch zum Problemkreis der Migranten führt, unter anderem aus dem islamischen Kulturkreis, wägt sie ab. Sie betont, dass die meisten Migranten hart arbeiten. Diese sind vorbildlich integriert, respektieren das Land und ihre Gesetze, ohne dabei ihre Herkunft und Identität zu verleugnen. Im Gegensatz zur pauschalen Hetze und Meinungsmacherei, gerade im Umfeld der Flüchtlingsdebatte, ist dieses Buch glaubwürdig und authentisch geschrieben, nicht populistisch, gut recherchiert und mit Fallbeispielen aus der täglichen Polizeiarbeit hinterlegt.

Um auf Missstände in Gesellschaft, Politik, Justiz und innerhalb der Polizei aufmerksam zu machen, dazu hatte Tania Kambouri im Herbst 2013 einen Leserbrief an die Gewerkschaftszeitung „Deutsche Polizei“ adressiert. Die Resonanz war überwältigend nach dessen Veröffentlichung, so dass ganz viele Kollegen sie ermutigten, die Missstände in einem Buch der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

In einem Sachbuch auf hohem Niveau ist dies der Autorin bestens gelungen, zumal sie danach in mehreren Fernsehsendungen und Talk-Shows gehört wurde. Verbale, körperliche Übergriffe und Anfeindungen gegen sie und ihre Kollegen haben in solch einem Umfang zugenommen, dass sie mehr Respekt fordert.

Respektlosigkeit beginnt für sie damit, dass Menschen sie bei ihren Einsätzen wegschicken, weil sie eine Frau ist. Das gilt insbesondere für Männer aus islamischen Herkunftsländern. Diese akzeptieren keine Frauen, worauf die Einsatzleitung dergestalt reagiert, dass sie solche Sonderwünsche zurückweist. Migranten aus anderen Herkunftsländern haben sich unseren Gesetzen und kulturellen Vorstellungen anzupassen, nicht umgekehrt. Wenn es nicht gerade Notfälle sind, schickt die Leitstelle keinen anderen männlichen Polizisten dorthin.

Aufgrund ihrer Polizeiarbeit erhält Tania Kambouri Einsichten in familiäre Verhältnisse, das seziert sie messerscharf auseinander. Die nachstehend beschriebenen Fälle sind sicherlich Einzelfälle, die für das Familienleben mit islamischem Migrationshintergrund nicht repräsentativ sein müssen. Sie können aber in eine Entwicklung münden, dass aus solchen Menschen Straftäter werden.

Als Ursache identifiziert Tania Kambouri das Patriarchat, das totalen Gehorsam fordert und kein Selbstbestimmungsrecht zulässt. Die Beispiele fangen harmlos an: ein türkisches Geschwisterpaar hatte sich im Kindergarten gestritten, wobei ein Junge seine Schwester geschlagen hatte. Die Kindergärtnerin griff ein und wies den Jungen zurecht, dass man nicht so einfach die eigene Schwester schlägt. Am nächsten Tag wies der Vater die Kindergärtnerin zurecht: sein Sohn hätte das Recht, seine Schwester zu schlagen, wann er will. Dieses Weltbild setzt sich fort in die Grundschule: ein muslimischer Erstklässler kommt mit seiner Lehrerin nicht zurecht. Prompt äußert er, dass seine Lehrerin eine Frau sei und ihm nichts zu sagen habe.

Frauen sind dann alleine für die Kindererziehung zuständig und für den Haushalt, während die Männer darüber wachen, dass Frauen keine Freizeitbeschäftigung ausüben, Kontakt zu Fremden ist ihnen untersagt, sie dürfen auch keine freie Entscheidungen treffen. Da den Jungen keinerlei Grenzen aufgezeigt worden sind, geht der Respekt vor der Staatsgewalt verloren. So sind bei Polizeieinsätzen Umgangstöne wie „Verpiss dich du Schlampe“ oder „Scheiß Bullen“ schon ein fast normales Vokabular. Die Ablaufschemen ähneln sich: es wird lamentiert und diskutiert, der Lautstärkepegel steigt, die Aggressivität steigt und die Stimmung schaukelt sich auf. Gerne kommen Argumente, dass die Polizei gerade deswegen kontrolliert, weil Ausländer besonders verdächtig erscheinen. Die sachliche Ebene, dass Ordnungswidrigkeiten der Beleidigung aufgenommen werden, tritt in den Hintergrund, so dass die Polizei im Endeffekt zurück steckt und sich solche Beleidigungen gefallen lassen muss.

Die Zustände sind anarchisch und gesetzlos, wenn die zu kontrollierenden Personen Hilfe herbei holen. Das kann im Handumdrehen über Handys und Smartphones geschehen. In Windeseile vermehren sich diese zu einer großen Überzahl. Damit konfrontiert, muss die Polizei klein beigeben, weil die eigene Gesundheit gefährdet ist. Die Gesetzlosen haben dann gesiegt.

Solche Inneneinsichten in der tägliche Polizeiarbeit beruhigen nicht unbedingt. Die Gesetzlosigkeit kann aber noch andere Größenordnungen annehmen. Wie zum Beispiel bei Libanesen, die eine höchst seltsame Entstehungsgeschichte haben. Ursprünglich waren es Kurden, die in den Grenzgebieten von Syrien und des Irak lebten. Als sie verfolgt wurden, flüchteten sie in den Libanon. Später flüchteten sie von dort aus weiter. Diese „Libanesen“ haben weder die syrische, noch die irakische Staatsbürgerschaft, erst recht nicht die libanesische, so dass sie staatenlos sind. Den Behörden blieb nichts anderes übrig als sie zu dulden, weil sie keinem Staat zugeordnet werden konnten und somit nicht abgeschoben werden konnten.

Die Libanesen sind große Familien, reich mit Kindern gesegnet, so dass Familien sich sprunghaft vergrößerten. Clans bis zu 1.000 Landsmännern haben sich zusammenschlossen, die dann etwa in Duisburg-Marxloh ganze Straßenzüge kontrollieren. Einmal wurden die Polizisten zu einer Messerstecherei in einem solchen Viertel gerufen. Während der Notarzt sich um die Stichverletzungen des Opfers kümmerte, brach ein Tumult zwischen 30-40 Libanesen aus. Als ein Libanese glaubte, dass der herbei geholte Polizist ihn verhaften wollte, stürmte die 30-40 Mann starke Menge auf den Polizisten zu, um ihn regelrecht zu lynchen. Es kostete extreme Mühe, dem wütenden Mob klar zu machen, dass niemand verhaftet werden sollte, damit die Polizisten sich selbst außer Lebensgefahr bringen konnten.

Straftäter sind aber nicht nur Araber oder Libanesen, sondern neben Deutschen auch Osteuropäer. Banden aus Osteuropa kennen bestens die deutschen Gesetze und wissen genau, wie sie ihre Straftaten an unseren Gesetzen vorbei bugsieren können. Sie bilden Klaukinder aus, die jünger sind als 14 Jahre, so dass diese nicht strafmündig sind. Sie treiben in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Fußgängerzonen, auf Jahrmärkten oder Weihnachtsmärkten ihr Unwesen und klauen alles aus Jacken, Handtaschen und Rucksäcken, was nicht niet- und nagelfest ist. Wenn sie erwischt werden, erregen sie mit ihren leidenden, wehmütigen, unschuldigen Blicken Mitleid auf Polizeiwachen. Die Vorgehensweise ist frustrierend: formal muss Anzeige erstattet werden, die aber null und nichtig ist, weil diese sich gegen eine rechtlich nicht geschäftsfähige Person richtet. In Absprache mit dem Jugendamt werden sie in eine Jugendschutzstelle gebracht, wo sie augenblicklich von ihren Eltern abgeholt werden oder von selbst aus wegrennen, weil sie dort nicht gegen ihren Willen festgehalten werden dürfen. Danach geht ihre Klaureise von Neuem wieder los.

Täterinnen aus Osteuropa arbeiten mit allen nur erdenklichen Tricks. Es hat Fälle gegeben, bei denen diese während ihrer Festnahme die Toilette aufgesucht haben. Dort hatten sie mit den Fingern an ihre Vagina gefasst. Nach Verlassen der Toilette hatten sie das Sekret an einem Polizisten abgestreift. Für den Polizisten kam es danach knüppeldick: er wurde wegen sexueller Belästigung angezeigt. Aussage stand gegen Aussage.

Über alle Straftaten hinweg betrachtet, klagt Tania Kambouri an, dass die Unterstützung durch die Justiz besser funktionieren könnte, da etliche Urteile zu milde oder auch wirklichkeitsfremd ausfallen. Zum Beispiel wurde ein Moslem für eine Tat während der Fastenzeit milder bestraft, weil er durch das Fasten geschwächt und nicht mehr Herr seiner Sinne war. Bei der Ablehnung eines Scheidungsbegehrens einer Frau wegen Gewalt in der Ehe wurde auf eine Sure im Koran verwiesen, dass dem Ehemann das Recht auf körperliche Züchtigung zugestanden wird. Als mehrere Osteuropäer Einbruchdiebstähle an PKWs begingen, wurden diese gegen Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder frei gelassen, weil sie keinen Wohnsitz in Deutschland hatten und hier auch nicht gemeldet waren. Dabei wird die Justiz sogar selbst von sogenannten islamischen Friedensrichtern unterwandert, welche die begangene Straftat direkt mit dem Täter ausregeln. Deutsche Gerichte haben dann keinen Zugriff mehr auf Zeugen, Beteiligte und Täter, weil diese nicht erscheinen, sich an nichts mehr erinnern oder die Aussage verweigern.

Es gibt solche Bücher, die müssen geschrieben werden, weil die Öffentlichkeit aufgeklärt werden muss, wie es um unseren Staat und um unsere Gesellschaft bestellt ist. Einwanderungsdebatte hin, Einwanderungsdebatte her. Flüchtlinge behandelt Tania Kambouri übrigens als Randthema, weil hier die Prozesse der Integration deutlich komplexer sind.

Wohl gemerkt: die meisten Migranten sind hart arbeitende Menschen, sie respektieren das Land und ihre Gesetze, ohne dabei ihre Herkunft und Identität zu verleugnen. Die überwiegende Mehrheit der Migranten ist gut integriert, es gibt kaum Ärger und kaum Schwierigkeiten. Ihr Buch richtet sich somit nicht explizit gegen Migranten. Und selbstverständlich sind deutsche Mitbürger nicht immer Unschuldslämmer und begehen genauso Straftaten.

Tania Kambouris Buch ist ein Appell an die Gesellschaft. Sie formuliert: „Es ist höchste Zeit, einiges Grundlegendes zu ändern. Falls wir das unterlassen, uns stattdessen länger von Sozialromantikern und Kulturrelativisten blenden lassen oder die Probleme weiterhin nur halbherzig angehen, steht unsere Gesellschaft vor einer inneren Zerreißprobe. Das ist weder polemisch noch populistisch zu verstehen, schließlich sind die Spannungen zwischen Migranten, Flüchtlingen und Einheimischen eine der größten sozialen und politischen Herausforderungen weltweit, gerade wenn auch noch reiligiöse Weltanschauungen ins Spiel kommen.“

Integrationspolitik wird so zu einem Schwarze-Peter-Spiel, wo Schuldzuweisungen von einer Gruppe zur nächsten weiter gereicht werden. Die Migranten sind Schuld, die Polizei ist Schuld, die Gesellschaft ist Schuld, die Politik ist Schuld, der Islam ist Schuld, die Gesetze sind Schuld. Schuldzuweisungen kursieren in einem Teufelskreislauf. Aber grundlegend ändert sich nichts.

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